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MAK

Full text : Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 9)

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fähigkeit in vollkommener Nachbildung alter Originale. Die Ausstellung zeigt

nach dem bisher Gesagten das durchsichtige weiße Glas in voller Höhe der

technischen, häufig auch der künstlerischen Qualität. Was durch Transparenz,

 Oberflächenglanz, wohlabgewogene Plastik mit dem schönsten

Glase erreicht wurde, erregt die höchste Befriedigung des Kunstfreundes.

Es sind Stücke vorhanden, deren Qualität den besten alten kunstgewerblichen

 Leistungen ebenbürtig

 ist und hohen Genuß

 bereitet. Daneben ist

eine große Menge guten

Durchschnitteszusehen,

der viele Entwicklungsmöglichkeiten

 in sich

birgt.

Wenn aber immerhin

 eine gewisse Begrenzung

 seiner Wirkungsmöglichkeiten

 der künstlerischen

 Durchbildung

farblosen Glases im Wege

 steht, so bietet das

farbige Glas ein fast

unbegrenzt weites Arbeitsfeld.

 Im Stockwerk

des Säulenhofes gibt die

große Zahl von Vitrinen

und ihr so mannigfaltig

abgestufter Inhalt den

besten Einblick in das

bisher Erreichte, das ja

vielfältigen künstlerischen

Impulsen sein originel-Ausstellung

 österreichischen Kunst- und Exportglases im Österreichi- ICSGBPYägB verdanktund

sehen Museum. j. E. Schmid, Annathal, Becher mit tiefem Kristallschliff, - -

Bleiglas (gesetzlich geschützt) so VlelNeueS bletet- Auch

hier zeigt sich ein Anlaß

zu einem historischen Rückblick, der von einer speziellen Gruppe der

Ausstellung gegeben ist.

Am Ende des XVIII. und in der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts

hat mit dem Zurücktreten des farblosen Kristalles eine Blütezeit farbigen

Glases in Nordböhmen eingesetzt. Einerseits begann jene zarte Bemalung

mit Schmelzfarben in Verbindung mit Auflagen von Blattgold oder Silber,

die in mancher Hinsicht eine" Parallelerscheinung zu einem ähnlichen

Geschmack in der Wiener Porzellanmanufaktur bildet. Die Gläser in der Art

Mohns und Kothgassers mit den Städtebildern und sentimentalen Allegorien,


            
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