Rähmchen eingefügten
fünf Hochreliefs
in Zedernholz angehören,
welche die
Kunstkammer des
Stiftes Kremsmünster
verwahrt und
die zum Teile in Anlehnung
an die Stiche
in Merians Bilderbibel
Szenen aus dem
Alten und Neuen
Testament darstellen
(Schlacht der Israeliten
gegen die Amalektiten
unter Josua;
Samuel enthauptet
den von Saul verschonten
König der
Amalektiten; dem
König Adonisedek
werden die Daumen
und Zehen abgehauen;
Sannacheribs
Heer wird von EngelnvernichtehSauls
Bekehrung). Der
technisch-stilistische
Zusammenhang mit
den Linzer Reliefs
ist in den oben angegebenen Beziehungen durchaus wieder vorhanden.
Sogar eine Ungeschicklichkeit der Komposition, wie zum Beispiel das
Ineinanderwachsen der Pferde bei der Gefangennahme des sächsischen
Kurfürsten, wiederholt sich hier in Sauls Bekehrung. Doch sind die Kremsmünsterer
Reliefs, für welche „Ignati Elhafen, Bildhaur in Wien" nach seiner
handschriftlichen Bestätigung, die noch im Stifte vorhanden ist, von dem
Linzer Goldschmied Johann B. Voglhund im Jahre 168 5 350 Gulden bezahlt
erhalten hat, viel reicher und lebendiger in der Komposition, minutiöser
und vor allem weicher und zarter in der Durchführung als die etwas
trockenen und härteren Linzer Arbeiten. Diese machen durchaus einen
altertümlicheren Eindruck und stehen der Werkstätte Colins jedenfalls näher
als derjenigen Elhafens, aber sie lassen es erklärlich erscheinen, daß bis
jetzt so häufig Arbeiten Elhafens als WerkeColins angesprochen wurden
und gehören jedenfalls zu jenen Bildwerken im Stile Colins, deren Studium
Abb. 2x. Barockes Linzer Hausaltärchen, Lindenholz, bemalt und vergoldet