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Full text: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 11)

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Ansichten jederzeit einen Wert hätte. Ilg übertreibt natürlich in seiner Weise, 
wenn er (a. a. 0., Seite 780) behauptet, daß Matielli „bekanntlich . . . nur 
darum unterlag"; aber jedenfalls sieht man aus dem Ganzen wieder, daß 
Matielli kein Metalltechniker war. Wenn er jedoch ausschließlich Stein- und 
Holzbildhauer war, so kann die Übertragung der Ausführung einer nur in 
MetalLundzwarin 
Edelmetall, denk- 
baren Arbeit an 
Känischbauer uns 
nicht verwundem; 
denn ein (allen- 
falls vergoldetes) 
Holzbildwerk an 
einer so hervor- 
ragenden Stelle 
und als Schenkung 
des Kaisers wäre 
jener Zeit wohl als 
Unmöglichkeit er- 
schienen und eine 
Steinarbeit kam 
wohl kaum in Fra- 
ge. Nach den von 
Schlager gebrach- 
ten und bereits er- 
wähnten Notizen 
muß man ferner 
annehmen, daß die 
Ausführung der 
großen Kruziiix- 
gruppevonMaria- 
zell sich auf meh- 
rere Jahre aus- 
dehnte, da SCTIOU Abb. xo. Inneres der k. k. Hofburgkapelle in Wien mit der Darstellung der 
im Jahre I7 I6  „ErbhuldigungJosephs I." irn Jahre 1705, gezeichnet von J. C. Hackhofer, gestochen 
von J. A. Pfetlel und C. Engelbrecht (verkleinert) 
i 
J. 
Anfertigung von 
Modellen erwähnt wird und Känischbauer in den ]ahren 1717 und 1720 
Zahlungen für die Ausführung erhält; auch scheint es nach den näheren 
Angaben bei diesen Zahlungen, daß zunächst der Crucitixus und dann 
erst die Gestalt Gottvaters ausgeführt wurde, was ja auch an sich ver- 
ständlich und naheliegend ist. Im übrigen darf man wohl annehmenf" daß 
" Es ist dies aber um so schwerer zu beurteilen, als die unteren Figuren, wie bereits gesagt, ein 
minderwertiger Ersatz der früheren sind. - Bei den gegenwärtigen Verhältnissen war uns ein Studium an 
Ort und Stelle leider unmöglich.
	        
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