Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 3 und 4)

127

umfaßt über hundert Bronzen, Fayencen, Holzschnitzereien, Malereien, Möbel

und vieles Andere von antiker, mittelalterlicher und Renaissanceart, zumeist in

italienischer, aber auch in anderer Richtung. Es sind Stücke, die der bekannte

kenntnisreiche Sammler zum größten Teile gewiß sofort in der richtigen Erkenntnis

 erworben hat, wieviel man aus solchen Dingen lernen könne. Wollten

wir diese Stücke jedoch abbilden, so würden sie eben als echte und dann

vielleicht als nicht besonders bemerkenswerte Arbeiten erscheinen; denn daß

es Fälschungen sind, erkennt man vielfach erst bei genauerer Untersuchungdes



Klavizimbel, bezeichnet als Werk des J. D. Dulcken, Antwerpen. x745 (Untergestell

erneut). Geschenk des Herrn Dnjoseph Kranz

Materials, der Farbe, der Oberllächenerhaltung und so weiter. Uninteressante

Nachahmungen hat ein solcher Kenner begreiflicherweise nicht erworben, und

solche brauchte man auch nicht erst in einem Museum zu suchen, da sie bei der

heutigen Sammelwut im Besitze jedes Anfängers zu finden sind und manchmal

 auch den I-Iauptbestand größer gew0rdenerSammlungen ausmachen. Man

darf übrigens nicht übersehen, daß in einer so reichhaltigen Fälschungs-Sammlung

 auch eineFülle materiellenWertes,menschlicherArbeit undGeistestätigkeit

 steckt, einer Tätigkeit, die, ursprünglich auf Böses gerichtet, nun Gutes

schafft. Man gründet ja auch „Polizeimuseen" und dies wohl nicht, um die

Verbrecher anzuspornen, sondern um ihnen das Handwerk eher legen zu
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.