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MAK

Full text : Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 3 und 4)

(Jg q dessen hat aber eine Anfrage beim Archiv der Stadt

I ' ' Wien ergeben, daß de_r Auszug von Haidecki aus

J 7 Äi-O dem Totenprotokoll vom 2. August 1737 fehlerhaft

Ü . I5 S??? _ . war. Die Originaleintragung in diesem Protokoll (d. d.

ggy i 2.August i737,Fol. 45o)lautet vielmehr: „Dem Anton

Schulz, Mahler in der Porcelain Fabrica, sein Kind

gsfz-egänfxiililriuxfjn  Dissmas, ist in Lamprechts hauhs auf der Landstraße

 an Durchbruch bescht. alt I0 Monate." Die

weiteren Eintragungen über Schulz lauten nach Haidecki: 1726 heiratet der

Maler Anton Franz Josef Schulz, Maler vom Rösl aus der polnischen Bergstadt.

 Sein Zeuge ist der Porzellanfabrik Premiermaler Matthias Gabriel

(Nr. 7443). 1736 stirbt seine Frau im Alter von 26 Jahren, 1741 ein zweites

Kind, da wird er „Porzellanmaler unter den Tuchlauben" genannt (Nr. 1380 I),

und 1742 ein weiteres Kind, wobei er als bürgerlicher Porzellanmaler im

„I-Iolzhauerhaus in der Römerstraße" vorkommt (13848).

Die gute Qualität der Malerei, die reiche Vergoldung der Geschirre

bezeugen, daß Anton Schulz einer der besten Feinmaler der Fabrik war, dem

sicherlich auch die Bemalung von Porzellangalanterien anvertraut wurde.

Und die Eigenart seiner Malerei wird es sicherlich ermöglichen, auch weitere

Werke seiner Hand festzulegen, wenn man an der Hand dieser signierten

Geschirre des Österreichischen Museums

nach solchen sucht. Sicher ist ihm jetzt

schon eine Kaffeekanne des Berliner Kunstgewerbemuseums

 zuzuschreiben, gleichfalls

ohne Marke, mit dem beliebten Schwarzlotdekor

 der Du Paquier-Periode (Abb. 5).

Abgesehen von der technischen Übereinstimmung,

 die sich in der Zeichnung der

schlanken Figuren, der gewischten Wolken

und der Architektur dokumentiert, ist zu bemerken,

 daß das vornehme Paar auf der

Untertasse des Österreichischen Museums

in anderer Umgebung auf der Berliner

Kaffeekanne wiederkehrt. Der Maler hat

also, gerade wie wir es auch in den andern

deutschen Porzellanfabriken bemerken, aus

den als Vorbilder dienenden Stichen nach

seinem Gutdünken einzelne Gruppen und

Details herausgenommen und kombiniert.

Denn, daß für solche „Watteau-Szenen"

deutsche (wohl Augsburger Stiche) in den

Malerstuben der keramischen Manufakturen V

vorgelegen haben, die ihrerseits wieder Abbd" Wi'""P"'""a"ka""' "mschwm"

_ __ _ _ _ _ lotmalerei vom Porzellanmaler Anton Schulz,

Kopien nach franzosischen Originalen sind, um 1140 (Kunstgewerbemuseum in Berlin)


            
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