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Full text: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 3 und 4)

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tinent erst in verhältnismäßig später Zeit der Rückweg in die bewährten 
_ Geleise gefunden wurde. Vielleicht ist dies aber um so aussichtsvoller, weil 
diese Erkenntnis bei uns Hand in Hand mit einer Erstarkung neuer Bau- 
gedanken und Baugrundsätze steht, die in bestem Sinne eine Fortsetzung 
uralter Traditionen bildet. 
Wie in der Baukunst der neuesten Zeit das Betonen neuer Aufgaben, 
neuer Bausysteme, neuer Erkenntnisse im Sinne einer uralten Baudisziplin 
und nicht mit Hilfe der Nachahmung alter Formen gesucht wurde, so 
 
Märchenbrunnen im Friedrichshain zu Berlin (nach Luise Gothein) 
beherrscht ja auch den Gartenbau dieses Zusammenfassen aller Über- 
lieferungen. Aber auch hier wird jeder schwächliche Dilettantismus, jedes 
spielerische Nachempfinden verpönt und nur das bewußte klare Gestalten 
nach großen Gesichtspunkten gefördert werden müssen. 
Das Gotheinsche Buch verfolgt dieses Einsetzen neuer strenger Grund- 
sätze, dieses wirklich künstlerische Gestalten unter dem Einfiuß der Bau- 
künstler mit objektiver Ruhe und Sachlichkeit. 
Auch hier spielt naturgemäß die historische und entwicklungsgeschicht- 
liche Betrachtungsweise die Hauptrolle. 
Es ist aber sicher wertvoll, zu sehen, wie hier auch der Archäologie 
und Kunsthistorie dasselbe Endergebnis als notwendig und für die Zukunft 
verheißungsvoll erscheint, das die Künstler mit Begeisterung und dem
	        
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