MAK

Full text: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 7 und 8)

33b 
um deren Erzeugung im Inlande zu heben. Die AusfÃŒhrung geblumter Samte 
scheint sogar erst im Jahre 1751 durch drei Franzosen (Fleuriet, Tetier und 
Gautier) begonnen worden zu sein. Wenige Jahre darauf errichtete Kommer- 
zialrat Frieß im Verein mit einem Handelsmanne Togniola eine Samtfabrik 
in Döbling (jetzt XIX. Wiener Bezirk). 
In dem erwÀhnten Jahre 1751 erfolgte auch die erste Manufaktur- (Quali- 
tÀten-) Ordnung fÌr Seidenzeuge, Wodurch Breite und Farbenzahl der Stoffe 
genau festgesetzt wurden. 
 _     H 1._  .w w J  her-o... 
             
  m.    3359.13?" r" .7 1.333 
Ì"       fE-iiiÀiiÀj f} gare"? g  "g 55' 
f?  f,         X  Öx s i 
      ab:  g- r   Etat}: x s.  
   2- M1; "'41  1.11  i}? VI {Q 54m   B  
   5-; "Ä 5' W '14 5 f.  ' i?  l   v  '13 1-3 0 r i 
:   r. -  -.1 s? l-Q-QVI  I  r 57:1 Ì; .4 
    r i     a.   i" f    aß 
-_f    ist? i}?  in  3'  i  
   w  i s 5  J . J À 
u  s."   aiigi-"s-q  r"  k,  
' i-  'll 7257.?  U    w;  b;  griff 9-" À 
        w; 
           s  w" seit,   
t      Ü   '   
 ß 3!   a" (183   {l rigid [xÀlbiki lag. 
 .  q      w .   r s 
 À i  h. 5      À    i  
3-     1'    31H; Àswei " Sau! "yÀi À.    e 1231 
   v  gv 22' " x   51, 24x: ff: 
      x-"t h.- a-À {À h; t mgßrr-if E} 
     v   i"     w, s:  e;  
      ein. iss. "W was fw. 
 esse;   r r   reißt-ß "À laaaw- r 
     .1      1er       J 
      
Abb. 7. Gewebter Brieftaschenumschlag. roter Grund mit Gold und farbiger Seide (zum Teile broschiert).  Ì der 
wirklichen Größe. Von Georg Griller in Wien, r8zo (Österr. Museum) 
Von besonderer Bedeutung war aber die Schaffung der „Dessinateur- 
Schule" in Wien, die auf Anregung des FÃŒrsten Kaunitz, des damaligen 
Botschafters in Paris, im Jahre 1758 eröffnet und spÀter der k. k. Akademie 
angegliedert wurdefi Daß diese Anstalt auf die zeichnerische Ausbildung der 
" Über diese Manuialtturschule siehe Carl v. Liltznw, "Geschichte der k. k. Akademie der bildenden 
KÃŒnste in Wien" WVien, 1877), Seite 47 f., Seite 78, Seite roz, und Rudolf Freiherr v. Klimburg, "Die Entwicklung 
des gewerblichen Unterrichts in Österreich" (TÃŒbingen, rgoo), Seite n. Über Kaunitz auch Eduard Leisching 
"Theresianischer und Josefinischer Stil" {Kunst und Kunsthandwerk, XV. Jahrg., Seite 504 FR).  Nach der 
Vereinigung rnit der Akademie (r786) war die zweite Klasse auch fÃŒr den praktischen Unterricht in der 
Kenntnis der WehstÃŒhle" bestimmt. l 
"Als Adjunltten waren der in Paris gebildete Ornamentist Franz Grabner und der besonders als Muster- 
zeichner fÌr Seidenfabrikanten geschÀtzte Claude Toussaint Baron" tÀtig. Nach Barons Tode wurde Grabner 
Professor (Llitzow, a. a. 0., Seite 86) und starb 1835 (daselbst, Seite 103).  Über Stipendien fÃŒr Görzer zum 
Besuche der Wiener Dessinateurschule siehe Helene Deutsch, Seite x44.  Diese nÃŒtzliche Anstalt wurde unter 
dern Titel der "Reorganisation" im Jahre 1850 aufgelassen. Eigentliche Kunstgewerbeschulen bestanden damals 
(X850) noch nicht.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.