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Full text: Monatszeitschrift XIX (1916 / Heft 1 und 2)

Diesen Zusammenschluß fÃŒhrt im XVIII. jahrhundert noch vorwiegend 
das Kleid der vornehmen Gesellschaft vor Augen, das fÃŒr Herren und Damen 
bis ins kleinste Detail geregelt war. Im XIX. Jahrhundert beginnt dann der 
BÃŒrgerstand seinen Einfluß zu betÀtigen, hÀlt aber noch immer an einer 
deutlich betonten Rangordnung fest; am Anfange der Neugestaltung streben 
die Interessen und die Folgeerscheinungen einer schÀrferen gesellschaft- 
lichen Unterteilung noch nicht stark auseinander. Die Einheitlichkeit des 
Geschmacks bleibt gewahrt, so daß man bis zur Mitte des XIX. Jahr- 
hunderts von einer Kleidertracht sprechen kann. 
Wie diese Tracht in ihrer Gesamtheit zum Ausdruck gelangt, fÃŒhren 
ganze KostÌme und zahlreiche PortrÀte und Sittenbilder vor Augen. Wie 
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Modeausstellung im Österreichischen Museum. K. k. Anstalt fÃŒr Frauenhausindustrxc, Wien 
die Einheit des Empi-indens bis in jedes Detail zu verfolgen ist, zeigen die 
ausgelegten Muster fÌr Stoffe und Stickereien, die kleinen ErgÀnzungen der 
Kleidung bis zum Schmuck. 
In der ersten HÀlfte des XIX. Jahrhunderts beginnen die ModeblÀtter 
eine große Verbreitung und eine fÃŒhrende Rolle zu erlangen, die der Schaffung 
der Mode jene strenge ExklusivitÀt nimmt, welche vorher gewahrt wurde. 
Das Auftauchen neuer VervielfÀltigungsverfahren, wie der Lithographie, 
die Ausbreitung des Zeitschriftenwesens und der Almanache begÃŒnstigten 
auch die Entwicklung der Modebilder. Sie standen vorerst noch stark unter 
kÃŒnstlerischem EinHuß, wurden mit Sorgfalt entworfen, gestochen, gedruckt 
und koloriert, machten ihre Runde durch die wichtigsten periodischen Zeit- 
Schriften der Welt, so daß sie beliebte Vorbilder wurden. aber auch schon 
als graphische Leistung oft schÀtzbar und anregend sind. Man hatte Zeit, sie
	        
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