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Full text: Monatszeitschrift XIX (1916 / Heft 3 und 4)

Stellung geben können, absieht, ließ die religiöse und allegorische Fresko- 
malerei und das Kirchenbild der Darstellung profaner, aus freiem poetischen 
Interesse gewählter Gegenstände kaum anderen Raum zur Betätigung übrig 
als die Schmuckflächen des Möbelstückes und der Wandtäfelung. Man sieht 
schon hieraus, daß die Zusammenstellung und Betrachtung dieser Gruppe 
von Bildern für sich ihre volle Berechtigung hat, und daß die eingehende 
Behandlung ihres gegenständlichen Inhaltes, die Schubring ihnen widmet, 
durch die Natur der Sache, durch ihre kunst- und kulturgeschichtliche 
 
Desco, Raub der Helena, von Benozzo Gozzoli? (London, Nationalgalerie) 
Bedeutung vorgeschrieben war. Dieser Teil des Textes, der sich auf 
eingehende Kenntnis der zeitgenössischen italienischen Literatur und des 
nationalen Lebens gründet, ist deshalb besonders ausführlich und reich an 
Belehrung und Anregungen. Für jeden der hier dargestellten Gegenstände 
aus der Novelle und der antiken Sage und Geschichte weist der Verfasser 
die unmittelbaren, aus antiken Autoren und aus der Tradition gespeisten 
Quellen in der zeitgenössischen italienischen Literatur nach. 
Als Hauptquelle für die Darstellungen auf Truhen und anderen Möbeln 
hat schon Vasari mit Recht Ovid bezeichnet. Der Inhalt seiner Erzählungen 
'war aber, wie die anderer antiker Schriftsteller, schon allgemeiner bekannt
	        
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