bemerken, daß gerade die inländische
Bandmacherey einen
jener Zweige atismache, der
erst spät unter der glorreichen
Regierung der Kaiserin Maria
Theresia angefangen hat,
bereits aber beynah bis zur
höchsten Stufe der Vollkommenheit
gebracht worden, und
bei welchem nichts Anderes
von der öffentlichen Leitung
zu leisten übrig bleibt, als ihre
Erzeugung noch ansehnlich zu
erweitern, weil die Bestellungen
und Versendungen immer
zunehmen, die Befriedigungen
aber so schwer geleistet werden,
da nirgend ein nur einiger
Betrachtung werther Vorrath
davon vorhanden ist; aber
gerade diese Vortheile sind
vorzüglich dem damals aufgestellten,
von dem damals
bestandenen Kommerzialkonsesse
treu befolgten Grundsatze
zu verdanken, nirgends, wo sie
AbP- "'7- "Be"'mbß"d"- Sddß- bestanden, Zunftsbande einzuweiß,
bunt broschiert. (Österreichisches
Museum)
Abb. 108. „Bauernband",
. _ Seide, weiß, Ränder mit
führen,diesevielmehrallgemach Blau; bunte Blumen aus
so viel möglich aufzuheben" d" Im" ßschwd" "m1
_ __ _ i broschiert. (Österreichi-Es
Wlfd auch erwahnt, daß aus den Hausarbeitem m", Museum)
oft die bedeutendsten Fabrikanten hervorgingen, wie
zum Beispiel Aumiller," die mit wenigen hundert Gulden angefangen hätten,
nun aber wenigstens 100.000 H. besäßen und bei denen um nicht weniger
als um 16.000 bis 20.000 H. bar bezahlte Seide wäre.
Praller selbst kommt in dem Regierungsbericht ziemlich schlecht weg;
denn es heißt weiter, daß „die Innungs Verfassung der Beförderung des
Fleisses allenthalben Hindernisse in Weg legt, wie man täglich bemerkt,
da die Vorsteher nur gewöhnlich die elendesten Mitglieder sind, weil die
Andern so ein beschwerliches Amt nicht annehmenß" r
Klar ausgesprochen sind diese Gesichtspunkte auch in einem Vortrage
der „Cornmercien I-Iotkommission" an den Kaiser vom 8. April
' Vgl. "Ansuchen des Lorenz Aumilner, Schweizer-Seidenbandmachers um die Erlaubnis, eine Band-Fabricke
auf eigene Kästen errichten, und mit den nötbigen Gehilfen betreiben zu dürfen" (z; ex Dec. 780).
Wird bewilligt.
i" 39 ex Sept. X806.