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Full text: Monatszeitschrift XIX (1916 / Heft 11 und 12)

Schwarze gepreßte Samtbänder in verschiedenen Dessins wurden von 
Fuhrleuten und Bauern viel auf Hüten getragen. V 
Wir haben also jedenfalls die zahlreichen zur Volkstracht gehörigen 
Bänder, die wir heute noch in den Alpen- oder Sudetenländern oder in 
Ungarn, KroatiemPolen und so weiter finden, keineswegs als wirkliche „Volks- 
kunst" und als Erzeugnisse der genannten Gegenden anzusehen, wie es viel- 
fach geschieht, sondern zum großen Teile als Wiener Arbeiten, die nur auf 
den Geschmack bestimmter Gegenden Rücksicht nahmen (siehe Abb. 107 5.). 
 
Abb. 12g. Bemalte Bänder (mit haltbaren Farben) von Valerie Wieselthier (Wiener Kunstgewerbeschule, 
Abteilung des Professors Kolornan Moser) 
Daß sich aber die sogenannten „ModebändeW hauptsächlich über Wien 
selbst und die andern Städte verteilten, ist fast selbstverständlich. Auch 
braucht kaum erwähnt zu werden, daß sich der Zeitgeschmack in allen 
seinen Wandlungen in ihnen natürlich mehr als in den „Bauernbändern" 
geltend gemacht hat, und daß die Bänder, wie wir schon betont haben, 
oft rascher als die sonstigen Webereien großen Wandlungen und kleinen 
Anregungen unterworfen waren, was sowohl technologisch als psychologisch 
auch leicht begreiflich ist. - 
Bartsch sagt?" „Bänder aller Art, welche zu Damenputz verwendet 
werden, müssen sehr zart aus der Phantasie t-iguriert und sehr solid schattirt 
r A. a. 0., 2. Abt. Seite g.
	        
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