MAK

Full text: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 12)

des fonds qui ne sont pas plus 
solides. Les fabriquans An- 
glois pour favoriser les pre- 
miers essais de leurs manu- 
factures, acheterentbeaucoup 
de dentelles de Bruxelles, 
qu'ils vendoient a toute l'Eu- 
rope sous le nom de point 
d'Ang1eterre. Combien de 
personnesencoreaujourd'hui 
croyent porter du point de fa- 
brique Angloise, qui cepen- 
dant n'est autre chose qu'une 
dentelle de Bruxelles." 
Dieser sonderbare Weg 
der Einführung erinnert eini- 
germaßen an die Art, wie Seidenstoff, lichtblau, grümweiß und glattes Papiergeld auf dunkel- 
die Banknotenfälscher vor_ blauem Grunde. Etwas verkleinert 
zugehen pflegen, wenn sie Mithelfer zu gewinnen suchen; um sie von der 
Güte ihrer Fälschungen zu überzeugen, übergeben sie ihnen zunächst echte 
Noten unter der Vorspiegelung, es wären von ihnen gefälschte. Natürlich 
nimmt jeder diese Note als echte an und der ersehnte Genosse ist entzückt 
über die gelungene Fälschung und für die Sache gewonnen. 
Auch die ersten „Fälschungen" der Engländer scheinen also echte Stücke 
gewesen zu sein; die folgenden waren dann weniger gelungen. Was für unsere 
Frage aus der Beschreibung aber deutlich hervorgeht, ist, daß die „englische 
Spitze", die in dieser Zeit als Nachahmung der Brüsseler natürlich den 
Spätrokoko- oder frühen Louis XVI-Charakter zeigte, kräftigere Blumen 
und ein regelmäßiges durchbrochenes Grundnetz haben mußte. 
Diese Hauptsache stimmt also mit den chinesischen Arbeiten der 
besprochenen Art. Nun trifft diese Hauptsache allerdings auch bei den 
echten Brüsseler Spitzen und vielen anderen zu; wenn Savary nun nicht die 
Brüsseler Arbeiten selbst, sondern gerade ihre minder gelungenen Nachah- 
mungen mit den chinesischen Geweben vergleicht, so liegt der Grund hiefür 
wohl darin, daß man bei den englischen Arbeiten eher an eine mechanische 
Arbeit erinnert wurde, als bei den zarten und duftigen Arbeiten Brüssels. 
Der Vergleich mit den „englischen Spitzen" macht uns aber jedenfalls 
klar, daß wir in der erwähnten chinesischen Stoffsorte, von der gesagt ist, 
daß sie in Europa kaum bekannt ist, eine Art gemusterten und durch- 
brochenen Gewebes zu erkennen haben, und man wird eine ähnliche Be- 
schreibung ohne Schwierigkeit auch auf unser Gewebe anwenden können. 
 
85'"
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.