Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatszeitschrift X (1907 / Heft 2)

3x.

am Steinfeld eine

ausführliche, auf

archivalischerArbeit

 fußende Geschichte.

 Von den

kleinen Betrieben

scheiden sich einzelne

 Gruppen

durch gewisse,

allen Stücken gemeinsame

 Merkmale

 aus. Sie sind

daher auf bestimmte

 Hafner zurückzuführen.

 Als sol-_

 che treten durch

Sägemühle bei Schwarzenberg ihren künstleri"

sehen oder technischen

 Charakter die Arbeiten des Rosenfeldt in Wels, weiters eine bisher

nur in wenigen Exemplaren nachgewiesene Gruppe mit dem Hauptfundorte

Salzburg und Umgegend in den Vordergrund.

Die letztgenannten Arbeiten haben eines gemeinsam. Tiefblaue Wellenlinien,

 in horizontaler und vertikaler Richtung über die ganze Fläche der

Schüsseln und Krüge gezogen, teilen diese in mehrere ziemlich gleich große

Felder zur Aufnahme verschiedener Darstellungen, einzelner Figuren, jagdbarer

 Tiere, seltener ganzer Szenen in bunter Malerei. Das Material ist ein

sehr fein geschlemmter gelber Ton, wie ihn später die Mosersche Werkstätte

 auf der Rittenburg (heute Gärtnergasse 6) verwendete; die Bleifarben

dagegen stimmen, namentlich das Grün, mit jenen der Gmundener Fayencen

überein. Das Kostüm der dargestellten Personen verlegt diese Arbeiten in

das ausgehende XVII. jahrhundert.

Dem Museum Carolino Augusteum in Salzburg gehört die einzige dem

Schreiber bekannte Schüssel. Im Mittelfeld sitzen zwei Männer beim Trunk,

rechts und links davon sind Musikanten, darüber ein äsender Hirsch, darunter

ein Hase dargestellt. Als Beispiel eines Kruges bilden wir das im Besitz des

Herrn Direktors W. Kestranek in Wien befindliche Exemplar ab. Im untersten

Felde der Wandung lagert ein Bauer am Rasen, darüber folgt eine Hasenjagd

 und zu oberst ein schreitender Bär.

Bei keinen anderen Majoliken unserer Alpenländer findet sich eine

Wiederholung dieser Idee der Felderteilung. Vermutlich wollte der Meister

oder der Malergeselle die seiner Hand geläuligen Figuren verwerten, ohne

selbe in einen direkten Zusammenhang bringen zu müssen, wenn auch

gewisse Beziehungen einzelner Darstellungen auf Schüssel und Krug unverkennbar

 sind.


            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.