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ein reichgeschnitztes Masswerkornament in vielfachen Varianten zeigen,
geziert. Einen ähnlichen Decor weisen die Friese der Deckentäfelung auf,
welche die rechteckigen flachen Cassetten umgrenzen. In die Täfelung an
der F ensterwand ist ein Wandschränkchen eingelassen, dessen Deckleistenumrahmung
Holzmosaik mit geometrischem Muster zeigt.
Das Fussende der Wandvertäfelung einschliesslich jener in der grösseren
Erkernische ist mit einfach gestalteten Sitztruhen verbunden, welche einen in
der Mitte des Erkerausbaues befindlichen gothischen Tisch umschliessen.
Die der Fensterseite gegenüber liegende Längswand enthält eine Thüre mit
Schloss- und Bandbeschlägen und reichprofilirter Umrahmung; über dem
Thürsturze sind geschnitzte und polychrornirte Wappen von Comthuren des
deutschen Ordens angebracht. Neben dieser Thüre findet sich in unmittelbarer
Verbindung mit der Wandtäfelung ein hübsches, bis zur Decke
reichendes Waschkästchen, dessen obere Partie mit Fialen und reich
sculptirten Masswerkfriesen geschmückt ist, während der untere Theil gleich
den beiderseitigen Wangenstücken durch ein ausgegründetes Flachomament
belebt wird. Eine besonders reiche und kunstvoll durchgebildete Omamentirung
zeigt der mächtige Unterzugbalken, dessen drei sichtbare Flächen
mit geschnitztem Masswerk, plastischem Laubwerk und Wappenschildem
decorirt sind. Als Ausführungsmateriale hat, entsprechend dem Originale,
vornehmlich Zirbelholz im Vereine mit einer geringen Menge von Fichtenholz
und Lärchenholz gedient. An Stelle des im Laufe der Zeiten abhanden
gekommenen Originalofens wurde dem Interieur die Copie eines dem
XV. Jahrhunderte angehörenden Ofens aus dem Fürstenschlösschen zu
Meran mit grün und gelb glasirten Reliefkacheln eingefügt.
DieNachbildung dieses hervorragend schönenRaumes war der k. k. Staats-Gewerbeschule
in Innsbruck übertragen worden, welche dieselbe mit den
Schülern der Lehrwerkstätten für Holzindustrie und jener für kunstgewerbliche
Metalltechniken, sowie mit den Schülern der Filialfachschule Hall zur
Ausführung gebracht hat. Der Ofen wurde von der k. k. Fachschule für Thonindustrie
in Bechyn hergestellt. Mitarbeiter aus dem Lehrkörper der Staats-Gewerbeschule
Innsbruck: Director Regierungsrath Johann Deininger (Aufnahme
der Originale in Reiffenstein, Polychromirung, Leitung); Andrea Colli,
Lehrer (Überwachung der Tischlereiarbeiten); josef Moriggl, Lehrer (Überwachung
der I-Iolzschnitzarbeiten); August Biendl, Lehrer (Überwachung
der Metallarbeiten); Victor Hofer, Werkmeister der Filialfachschule in Hall
(Schnitzarbeiten). Mitarbeiter aus dem Lehrkörper der Fachschule in
Bechyn: Fachschulleiter Professor Alois Porges (Leitung), Professor Eduard
Hauptmann (Fach- und Detailzeichnungen), Lehrer Karl Zidlick}? (Überwachung
der keramischen Malerei), Werkmeister Franz Lenner (Überwachung
der Öfnerarbeiten).
Ein würdiges Seitenstück zu der vorerwähnten, in jeder Beziehung
gelungenen Reproduction bildete das Ausstellungsobject der k. k. Staats-Gewerbeschule
Salzburg; dasselbe stellt die Nachbildung eines Theiles der