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MAK

Full text : Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 4)

und seine Schule), der sich, sowohl

was Conception als Durchbildung

anbelangt, in vortheilhaftester Weise

von den schablonenhaften Massenproducten

 kirchlicher Kunst dieser

Art unterschied; der schöne Aufbau

aus roth gebeiztern Eichenholz, die

charakteristisch aufgefassten und

durchgeführten Figuren (Madonna

mit dem Kinde, der heilige Wenzel

und die heilige Ludrnilla), welche

slavischen Typus zeigen und voll

Lebenswahrheit sind, im Vereine mit

der gelungenen Umrahmung, dem

krönenden Engelpaare, den flankirenden

 Vasen, den zarten Stickereien am

Antipendium und Velum, gaben ein

hübsches Bild von der Leistungsfähigkeit

 der Kastner'schen Schule

und der an der Anfertigung des Altars

mitbetheiligt gewesenen Abtheilungen

(Velum von Professor Ambrus, Wandfries

 von Professor Klouöek, Stickereien

 von Fräulein Krauth und

Fräulein Kudelka). Professor Ambrus

und seine Schule war ausserdem noch

durch den von der k. k. Fachschule

für Weberei in Mährisch-Schönberg

(Director Adolf Walther) hergestellten

Wandbekleidungsstoff aus farben- _ W _ _

Prächtig gemustener Seide: durch Gerald Moira und]. Lynnjenkins, „ri-eia", die Göttin

einen vornehm wirkenden Teppich des Friedens (Rheinsold)

(Ausführung Ginzkey in Maffersdorf)

und durch die hübsche Portiere vertreten, während die Schule Kastner ausser

dem Altar noch zahlreiche Mobilien, darunter einen Eckschrank, einen

reizenden Hausaltar (Malerei nach Professor Jenewein), Stühle, eine Truhe

und sehr geschmackvolle Spiegelrahmen zur Ausstellung gebracht hat.

Eine besonders reiche Auswahl von Gegenständen brachte Professor

Klouöek und seine Schule; ausser dem früher erwähnten Portale und dem

Wandfries stammte von demselben ein Kamin in Rococo (emaillirt und gebrannt

von der Firma Sonnenschuh in Prag), dann ein zierliches Wandschränkchen,

eine grosse Zahl von Vasen aus Fayence, Terracotta und Bronze, getriebenem

Kupfer, Becher, Teller etc., die sich den übrigen Arbeiten als vollständig ebenbürtig

 erwiesen und sowohl durch die feine Formempfindung, als auch durch

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