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MAK

Full text : Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 1 und 2)

pupurfarbenen Schäferszenen bemalt ist. Die Einschnürung des Halses, der

braun emailliert und rnit weißen Tupfen in vertikal aufsteigenden Feldern

bemalt ist, erscheint mit einem Fries von Perlen besetzt. Drei Ösen halten

drei oben in einen Bügel sich vereinende Ketten. Das im Innern befindliche

Werk ist „j. P. in Wien" bezeichnet und die Emailmalerei erinnert an Ähnliches

 bei Wiener Porzellanen.

Bei dem Delphin (Tafel I, Abb. n, Länge 4'6 Zentimeter) ist ähnlich

wie bei dem Gefieder des Taubenpaares das Schuppenkleid des Fisches

durch Gravierung und transluzide blaue Schmelzmalerei wiedergegeben.

Die Augen stellen Rubine dar. Das Gehäuse öffnet sich längs des Rückens

und läßt das Zifferblatt

 sehen. Obwohl

keine Inschriften auf

demselben und im

Werke vorhanden

sind, kann man doch

aus der Art der Malerei

 und der Gravierung

 des Klobens

für Genfer Ursprung

eintreten.

Formuhren in

Buchfonn kannte

schon die Renaissance,

 während die

beiden Buchuhren

der Sammlung Bloch

(Tafel I, Abb- I2, Abb. 5x. Goldene emailliene Formuhr als Birne; Abb. 51. Goldene emaillierte

 4.1 Zentirneter eifönnige Fornluhr; Abb. 53. Goldene emailliene Fonnuhr als Melone (Samm-'

 lung der Frau m. Gustav Bloch, Wien)



Breite 3Zentimeter,

und Tafel I, Abb. 13, Höhe 3': Zentimeter) ebenso deutlich das Gepräge

des ausgehenden XVIII. Jahrhunderts zeigen. Das erste ist auf der Vorderseite

 mit roter durchscheinender Schmelzmalerei auf rhombisch gemustertem

 graviertem Goldgrund bedeckt. Ein ausgespartes, schildförmiges, von

Perlen eingefaßtes Mittelmedaillon trägt in feiner Gravierung ein zierliches

Motiv der Zeit, den Vogel, der den Jungen Nahrung zuträgt. Auf der

Rückseite entspricht diesem ein ebensolcher Schild mit dunkelblauem Email

und rhombischem Feld, den ein Rosenbukett ziert. Der französische Ursprung

 scheint hier wahrscheinlich, während er bei der zweiten Buchuhr,

deren beide Deckel aus grünem rotgerändertem Jaspis bestehen, durch die

Inschrift „Dupart A Paris" im Werke sicher verbürgt ist. Der dunkelblau

emaillierte Rücken trägt die Inschrift „LIVRE D'HEURES". Das ganze

Ührchen ist mit seltenem Geschmack bis ins kleinste durchgebildet - die

Schließe ist blau emailliert - ohne jedoch im Dekor kleinlich oder spielerisch
            
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