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Full text: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 3, 4 und 5)

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Wladislawsaal in der königlichen Burg zu Prag 
Wo sich aber eine Hache Decke zwischen dem freien I-Iirnmelszelt und 
unsere Augen einschiebt, da soll sie diesen nicht als eine drückende Last 
erscheinen. 
Diese Aufgabe zu erfüllen, haben die Völker des Altertums in muster- 
gültiger Weise verstanden. jede große Epoche hat seitdem in ihrer Weise 
dem Problem eine besondere Schönheit abzugewinnen vermocht und es ist 
lohnend, die Mannigfaltigkeit der Lösungen zu überblicken, die wir heute 
mit den Mitteln unserer Zeit zu beherrschen und zu bereichern haben. 
Und gerade mit den Mitteln der jüngsten Bauperioden, besonders mit- 
der Verwendung des Glases und der Eisenkonstruktion haben wir uns oft 
den ältesten Anlagen genähert, denen das Zenitlicht ihre eigentümlichsten 
Wirkungen ermöglichte. Und mit der Verwendung des Betons sind uns alle 
jene mächtigen Raumlösungen erleichtert worden, zu denen einst weit- 
gespannte Gewölbe führten oder die weitgespannte iiache Decken ohne 
Zwischenstützen erfordern. 
Mit der Gestaltung der Decke hängt ja unmittelbar die Raumwirkung 
zusammen. Sie ist es, die dem kleinen Raum die Intimität, dem großen die
	        
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