MAK

Full text: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 3, 4 und 5)

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architekturen, die stets in den freien Ausblick aufs I-Iimmelsgewölbe über- 
leiten. Dort thronen auf Wolkengebilden die Götter der alten Mythologie, 
mitunter wagt man auch Gegenstände der christlichen Legende in den 
kühnsten Verkürzungen darzustellen. Oben herrscht Hellfarbigkeit, Phantasie- 
Stuckdeckenteil aus dem Liechtenstein-Palais zu Wien 
fülle, mit der glänzenden zeichnerischen Beherrschung so schwieriger Auf- 
gaben, wie sie der Einblick in eine über uns schwebende Hirnmelswelt stellt. 
In seltenen und besonders reichen Fällen, wie sie das Wiener Belvedere- 
schloß und der Prinz Engen-Palast in der I-Iimmelpfortgasse zeigen, setzt sich 
ein kostbares Schnitzwerk der Wände mit vergoldetem Rankenwerk in die 
Deckeniiäche fort, die dann auch mit I-Iolzwerk verkleidet ist und den bildlichen 
Schmuck eingesetzt erhält. Das Belvedere zeigt auch reichen Stuck an
	        
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