Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 6, 7 und 8)

Zeichen erhalten, daß man sie wieder zusammen finde, formt man jeden

Theil der Statue besonders, z. B. die Füße, die Arme, den Leib, und setzt

alsdann alle Stücke zusammen. Die Dicke machen die Gießer entweder von

Wachs oder von Lehm. Sie rollen nämlich den Lehm mit Rollhölzern, wie

man den Teig zu den Kuchen rollt; und damit sie ihm eine gehörige Dicke

geben können, die sich für jeden Theil der Statue schickt, so nehmen sie

hierzu runde Hölzer mit

Köpfen von verschiedener

Stärke. Soll z. B. der Lehm

V, Zoll dick seyn, so ragen

die runden Köpfe V, Zoll

über dem Rollholze selbst

hervor. Diese dünnen

Lehmblätter legt _man,

statt des Wachses, in die

Stücke der Form, drückt

sie gehörig an, bestreut

sie mit Asche, und füllt

gleichfalls den übrigen

Raum mit Lehm aus.

Kleine, zierliche Stücke

muß man aber doch von

Wachs formen, weil der

Lehm nicht in alle kleine

Fugen eindringt; z. B. die

Riemen an dem Reitzeuge

und dem Panzer. Wenn

alle Stücke trocken sind,

so werden sie in beiden

Fällen durch Zapfen und

Zapfenlöcher zusammengesetzt,

 wie bei den

Glocken die I-Ienkelform

mit dem Mantel. Ist die

Dicke von Lehm gemacht,

so schneidet man ihn vor dem Zusammensetzen weg, wenn der Kern

befestigt ist, und setzt blos den Kern und die Formstücke mit den

angrenzenden Theilen zusammen. Man muß aber hierbei bemerken, daß

die Formstücke die Anlage zum Mantel geben. Die Theile werden zwar

mit Lehm eingesetzt und verschmiert, allein schwebende Stücke muß man

doch mit Draht, oder auf andere Art, unterstützen, daß sie nicht abbrechen.

 Über die zusammengefügten Formstücke, die, wie gesagt, statt

der untersten Lagen des Mantels dienen, wird Lehm geklebt, dem man mit

eisernen Bändern und Draht Haltbarkeit giebt. Nimmt man beim Formen

Adamsthal (Erzherzog Rainer-Museum in Brünn)
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.