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MAK

Full text : Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 6, 7 und 8)

andern größern Werke, welches zu Metallarbeiten eingerichtet ist, verbinden,

so dürfte die Errichtung und der Betrieb nur wenig Kosten verursachen."

Von den österreichischen Werken, welche den Eisenguß für technischindustrielle,

 aber auch in ganz hervorragendem Maße für künstlerische

Zwecke gepflegt haben, kommen vor allem steirische, böhmische, mährische

Betriebe in Betracht, aber auch solche in Krain und in der Bukowina,

denen sich ungarische angeschlossen haben. Die steirische Eisengewinnung

ist uralt, zweifellos bestand sie seit dem VIII. Jahrhundert. In der Eisenerzer

 Pfarrkirche befand sich vor Zeiten eine Inschrift zu Seiten des Hochaltars

 aus dem Jahre 1632, welche das Jahr 712 als Datum der Erfindung

des „löblichen, edlen und weitberühmten" Eisenbergwerks des innerbergischen

 Eisensteins bezeichnete,

auch soll sich im Stadtarchiv zu

Steyr eine im Pfarrturmknopf aufbewahrt

 gewesene Urkunde befunden

 haben, welche ebenfalls das

Jahr 712 als Anfangsdatum der

Eisengewinnung am Erzberge bezeichnete.

 Die nachweisbare Geschichte

 des Eisenerzer Erzberges

beginnt allerdings erst im XII. Jahrhundert,

 aber der Bergbau zwischen

Aiienz und Mariazell ist bereits für

das XI. Jahrhundert erwiesen. Das

Gußwerk hat für die Geschützgießerei

 große Bedeutung erlangt;

1740 wurde es Staatsanstalt. Zu

Ende des XVIII. Jahrhunderts stand

dem Werke als hervorragender

I-Iüttenmann ein Herr von Marcher

zur Seite, welcher erfolgreiche Verbesserungen

 bei der Herstellung

des Gießereieisens durchführte.

Der Oberverweser Hipprnann hat

sich zu Anfang des XIX. Jahrhunderts

 große Verdienste um das

Mariazeller Gußwerk erworben und

bekannt ist, welchen bedeutenden

Einfluß Erzherzog Johann ausgeübt

hat. Nebst der Kanonengießerei und

' Einen solchen Betrieb hat Wien vom Ende

der zwanziger Jahre des XIX. Jahrhunderts in der

k. k. privil. Metallwerkstitre von Glanz besessen,

welche um die Mitte des Jahrhunderts als erste zum

Zinkguß überging. Mariazell, 18:9 (Technisches Museum, Wien)

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