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MAK

Full text : Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 6, 7 und 8)

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Ferdinand von Gräfe stammende Tasse, die mit einem Kranz aus Cinnie,

Aurikel, Rose, Orange, Levkoye, Jasmin, Nelke und Efeu geschmückt ist.

Die Anfangsbuchstaben nennen den Namen der Tochter des Ministers von

Klewiz, Caroline, die ihre Dankbarkeit für erfolgreiche ärztliche Behandlung

durch dieses Geschenk bekundete. In der Ausführung stehen diese Blumentassen

 fast durchgängig auf einer hohen Stufe künstlerischer Vollendung.

Schon im XVIII. Jahrhundert, besonders in den ersten beiden Jahrzehnten

Abb. 6. Fünf Deckeltassen mit Namenszügen der Herzoglich Kurländischen Familie. Berlin, urn 1783 (die

Tassen mit den Monogrammen jPclC und CPdC um 1790). DDdC Dorothee Duchesse de Courlande. WPdC

Wilhelmine Princesse de Courlande (spätere Herzogin von Sagan). PPdC Pauline Princesse de Courlande

(spätere Fürstin von Hohenzollern-Hechingen). JPdC jeanne Princesse de Courlande (spätere Herzogin von

Acerenza-Pignalelli). Sammlung Foersrer, Berlin; die beiden Tassen der oberen Reihe Sammlung Wolffenberg,

Berlin

ihres Bestehens, war die Berliner Blumenmalerei der der anderen Porzellanfabriken

 entschieden überlegen. Und in der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts

 besaß die Berliner Manufaktur in dem Blumenmaler G. Völcker

einen hervorragenden Künstler, der zugleich einen Stamrn von weiteren

tüchtigen Spezialisten des Blumenfaches heranzubilden wußte.

Gern entlehnt die ernpfindsame Tasse ihren Dekor auch der antiken

Fabelwelt. Da ist vor allem eine typische Tasse zu nennen, die die

Parzen einzeln oder zu zweien und zu dreien - zuweilen in Anlehnung

an Schadows Parzengruppe vom Grabmal des Grafen von der Mark in

der Berliner Dorotheenkirche - am Spinnrocken bei der Arbeit zeigt

und in der Beischrift den tiefempfundenen Wunsch des edlen Spenders
            
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