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MAK

Full text : Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 11 und 12)

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die Bronzebüste eines bartlosen Mannes, die mit einer schönen grünen

Patina überzogen ist, entstanden zu sein. Es handelt sich offenbar um

einen jener Idealköpfe, die unter dem Eini-luß der Antike in freier Nachschöpfung

 entstanden sind. Vollkommen im Sinne des Quattrocento ist

vor allem der untere Abschluß der Büste, dann die Wendung des Hauptes

und die Modellierung des Gesichtes. Ein direktes antikes Vorbild scheint

nicht vorzuliegen. Eine schwächere, stärker ziselierte Wiederholung des-Niederländisch,

 um 1600, Der Sturz des Saulus

selben Kopfes mit schwärzlicher Patina und silbereingelegten Augäpfeln

besitzt das kunsthistorische Hofmuseum. Auf dieser Replik ist die linke

Schulter mit einem Gewand drapiert und die Formen sind im Sinne des

beginnenden Cinquecento schärfer plastisch durchgearbeitet. Das Stück ist

unten ebenfalls gerade abgeschnitten, aber an einer etwas höheren Stelle; es

mißt 18 Zentimeter in der Höhe, das Budapester 21 Zentimeter. Im Ambraser

 Inventar wird die Wiener Bronze als Büste des Pompejus aufgeführt.

Diese offenbar ältere Namengebung erfolgte mutmaßlich infolge der allerdings

 ziemlich oberflächlichen Analogien mit dem Kopf und der Gewandanordnung

 der Kolossalstatue im Palazzo Spada zu Rom, die bereits in den
            
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