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Full text: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 11 und 12)

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Flußgott der Estensischen Serie. Es ist derselbe nackte, muskulöse Mann 
mit langem, gelocktem Bart- und Haarwuchs, nur daß er uns das eine Mal 
seine Profilansicht, das andere Mal die En face-Ansicht mit leichter Wendung 
nach rechts bietet. Aus der Körperbehandlung, aus der Haltung der Hände 
und Füße geht bei beiden Stücken derselbe nachmichelangioleske Manie- 
rismus deutlich hervor. Schließlich ist auch die Formgebung der Wellen und 
des Schilfes im Hintergrund hier wie dort dieselbe. 
Liegt nun kein Zweifel vor, daß diese drei Stücke demselben Künstler 
angehören, so bleibt die Frage noch offen, 0b der Künstler mit Leone Leoni 
 
Abb. 8. Giovanni dei Bernardi, Saturn (Kaiser-Friedrich-Museurn, Berlin) 
identifiziert werden kann. Reverse von gesicherten Medaillen dieses Meisters 
sehen aber stilistisch anders aus. Schon der vorher erwähnte Gigantensturz 
als Rückseite der Medaille auf Karl V. zeigt einen grundverschiedenen Stil- 
charakter. Wie bei Nicolö Fiorentino im Quattrocento, so liegt auch bei dem 
späteren Leone Leoni das Hauptgewicht seines Könnens in der Ausführung 
der Vorderseiten, in der Lebendigkeit und Prägnanz der Bildnisse. Seine 
Reverse sind hingegen zumeist flüchtig, schwach in der Erfindung, unor- 
ganisch und verworren in der Komposition. Wie mühsam und unbeholfen 
ist dieser Gigantensturz, trotz sichtlicher Nachempfindung des berühmten 
Deckengemäldes Pierin del Vagas im Palazzo Doria zu Genua! Um wie 
weit besser hat ein anderer zeitgenössischer Künstler diese Szene inter- 
pretiert auf jener ovalen Silberplakette der Vatikanischen Bibliothek, die 
Molinier": und Plon" gerne dem Benvenuto Cellini zuschreiben möchten, 
die aber wahrscheinlich von einem direkten Entwurfe des Pierin del Vaga 
herstammt und von Giovanni dei Bernardi aus Castel Bolognese während 
i Molinier. op. cit., I1, Nr. 347. 
b" Plan, „Benvenuto Cellini", Paris x883. Seite 278, Tafel XXXVI.
	        
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