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Full text: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 11 und 12)

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Beigabe aufgeführt. Erst 
die neueste Zeit war bei 
Neubauten und den unver- 
meidlichen Restaurations- 
arbeiten darauf bedacht, 
eine geschmackvolle Com- 
bination verschiedener 
Stylelemente herzustellen 
und schon fertige Gebäu- 
de nach Möglichkeit zu 
schmücken." 
Gerade dieser spätere 
Mischstil ist uns heute so 
wenig verständlich, so un- 
sympathisch und für eine 
Periode kennzeichnend, 
„welcher kein Styl eigen- 
tümlich ist". 
„In den wenigen öffent- 
lichenGebäudenFranzens- 
bads, wozu auch die Quel- 
lenfassungen zu rechnen 
sind, wurde von jeher 
aesthetischen Gesichts- 
punkten mehr Rechnung 
getragen. So bei der Kir- 
che mit ihrem Säulenpor- 
tal; in den Tempeln der 
Franzensquelle mit ihren kannelirten Säulen, der Louisenquelle und bei der 
großen - Salz- und Wiesenquelle verbindenden - Colonnade mit ihrem 
mächtigen Mittelbaue. 
Bei ungünstigem Wetter gestattet diese Colonnade, der Säulengang 
der Boutiquen an der Franzensquelle eine gedeckte Promenade, bei welcher 
zugleich das Auge in den mannigfaltigsten Produkten des Kunstüeißes 
seine Zerstreuung findet." 
In dieser kurzen Beschreibung sind die beiden typischen Bauanlagen, 
der „Brunnentempel" über der Quellenfassung und die „Kolonnade", bezeich- 
net, die in Franzensbad eine sehr einfache und gefällige Form erhielten. 
Der kreisrunde Tempel mit dem flachen Kuppeldach kehrt in den Quell- 
fassungen der meisten Bäder jener Zeit wieder, ist dort unmittelbar mit 
der Säulenhalle verbunden, welche die Wandelbahn überdacht. Solche 
Anlagen waren gewöhnlich das erste, was zur Errichtung gelangte. 
Ursprünglich nicht selten bloß primitiv, mit I-Iolzarchitekturen provisorischer 
Art versehen, erfahren sie bei der ersten Gelegenheit zumeist in den ersten 
 
Franzensbad, Stahlquelle
	        
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