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MAK

Full text : Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 11 und 12)

"eintindenden Heilsuchenden

 am Kurorte

 überhaupt und

der Verehrer des

Neubrunnen besonders,

 war man bedacht,

 den schmalen

Wandelplatz um ihn

in einen Bretterboden

 zu erweitern

und zu verlängern.

Im Jahre 1811 wurde

nach dem Bauplane

des Dresdner Hofbaumeisters

 Giesel

der Bau der geschmackvollen



Wandelhalle begonnen.

 Wie heute der Mühlbrunnen so wurde damals der Neubrunnen vom

größten Teile der Kurgäste gebraucht. - Von der Kolonnade der Mühlquelle

 gelangt man rechts zu dem Neubrunnen; von ihm führen einige

bequeme breite Granitstufen zu der von Säulen getragenen, 13 Schritte

breiten und 80 Schritte langen Wandelbahn, an deren Ende ein Gang zum

Bernardstempel und zum Fremden-Hospital leitet."

Für die Mühlbadquelle gab 1762 Maria Theresia eine Spende von

8000 Gulden zu dem mit einem Kostenaufwande von 23.000 Gulden erbauten

neuen Trink- und Badegebäude. Seit den Jahren 1826 und 1827 bestand

eine neue große Kolonnade, die zugleich den Neu- und den Bernardsbrunnen

 aufnahm, nachdem das Theresienbad demoliert wurde.

Die Schloßbrunnenkolonnade besteht iseit 1830. Sie wurde erst errichtet,

 als die Quelle, die 1809 nach einer Katastrophe versiegt war, im

Jahre 1823 wieder neu ausbrach. Der ältere, schon 1797 errichtete Tempel

wurde 1830 durch einen neuen ersetzt. Auch der Sprudeltempel mit seinen

korinthischen Säulen stammte aus dem Jahre 1797.

Wiederholt wurden später aus Privatmitteln Verschönerungen der

Brunnenanlagen und Aussichtsplätze bestritten.

So errichtete Baron Karlowitz 1798 den Theresienbrunn-Tempel. 1801

ließ Lord Findlater im Walde den „Findlater-Tempel" erbauen. 1804 wurde

durch F. Maier am Hirschensprung eine Gloriette errichtet. Diese Bauwerke

besaßen alle eine innere Verwandtschaft. Sie erinnern an die Franzensbader,

Marienbader und Teplitzer Bauten. Aber auch in den Badeanlagen Deutschlands

 herrschte ein ganz verwandter Grundzug wie in jenen Böhmens.

Für die Quellentempel war zumeist der Typus des Rundtempels in

Tivoli das Ideal, das allerdings zumeist nur ins Bürgerlich-Praktische über-



Teplitz, das Steinbad, alter Zustand
            
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