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MAK

Full text : Monatszeitschrift XXI (1918 / Heft 1 und 2)

1753 Kammermaler. Von ihm stammen die 13 Miniaturen (Bildnisse Maria Theresias,

Franz Stephans, des Herzogs Carl von Lothringen und seiner Gemahlin, sowie der

Kinder des Kaiserpaares: Josef, Leopold, Maximilian, Ferdinand, Maria Carolina, Maria

Antoinette, Maria Amalia, Maria Elisabetha, Maria Christine und Maria Anna) auf der

berühmten Dose des Wiener Hofmuseums, welche am Rande die Bezeichnung trägt:

„Mack Wienn" (Vgl. meinen Aufsatz: „Der l-lofjuwelier Franz Edler von Maek" in „Kunst

und Kunsthandwerk", XIX, 5. bis 7.Heft).-Der interessante Chevalier de Chateaubourg, der

um 1750 in Nantes zur Welt kam, war auf der Wiener Miniaturenausstellung 1905 durch

ein signiertes und (1801) datiertes Elfenbeinbildchen des Großherzogs Karl Louis Friedrich

von Baden vertreten (Katalog Nr. 1 181). _ Josef Kaltner, 1750 in Nymphenburg geboren,

wird von Böckh als „pens. königl. Baier. Hof-Miniatur-Porträt-Mahler" bezeichnet, der

1823 in Wien, Walfischgasse 10, wohnte. Kaltner lebte, nach Absolvierung seiner Studien

in Berlin, 1780 in Paris, seit 1814, vielleicht schon seit 1808 in Wien (vgl. „Die Bildnisminiatur

 in Österreich", Seite 207). -- Über Lieder vergleiche die eben erwähnte VeröEentlichung

 (Seite 120, 143, 145, 160 bis 162, 249, 259). H Meytens wurde 1732 Kammermaler,

 1750 Direktor der Wiener Akademie; daß er nach 1725 keine Miniaturen mehr

gemalt hätte, ist unrichtig, in seiner Selbstbiographie vom Jahre 1755, abgedruckt in den

„Briefen über die Kunst von und an Ludwig von Hagedorn", spricht er mit größtem

Selbstbewußtsein von seiner Tätigkeit als Miniaturmaler, als ob er sie bis zu diesem Zeitpunkte

 nie aufgegeben hätte (a. a. 0., Seite 63 bis 64). - Von Noortwyck war auf der

Wiener Miniaturenausstellung 1905 eine Bildnisminiatur der Herzogin Amalia, Gemahlin

Karls ll. von Zweybrücken, aus dem Besitze weiland des Erzherzogs Karl Ludwig ausgestellt

 (Nr. 741). - Pinckas, von welchem Meusel sagt: „ein Jude", war, wie ich nachgewiesen

 habe, l-lofminiaturrnaler in Ansbach. - Ruprecht (Vorname Johann? nicht R.)

hat auf der akademischen Ausstellung 1828 in Wien ausgestellt (siehe a. a. 0., Seite 231).

7 Über Maximilian Schrott vergleiche „Die Bildnisminiatur in Österreich", Seite 46, 252, 26a

und Tafel XXV, Katalog Nr. 193, mit einem höchst anmutigen Miniaturbildnisse der Erzherzogin

 Sophie als Kind um 1814, aus der Sammlung Figdor. - Straely (meistens so geschrieben,

 nicht Straehly) nannte sichalsAnglomane Edward, nicht Eduard, von ihm ein Bild

des Kaisers Ferdinand als Kind, signiert: Edward Straely' 1796 und ein anderes, den Erzherzog

 Alexander Leopold Josef, Palatin von Ungarn, darstellend, signiert: Straely, um 1795

(abgebildet: „Die österreichische Bildnisminiatur", Tafel II, Nr. 4, Katalog Nr. 13), beide

enthalten im XVI. Tableau der zum Allerhöchsten Primogenitur-Fideikommisse Seiner

k. u. k. Apostolischen Majestät gehörenden Miniaturen im Zeremoniellappartement der k. k.

Hofburg, Hoiinventar Nr. 208. -- Tielker war einer der vielen unsteten Künstler des ausgehenden

 XVIII. Jahrhunderts, Meusel nennt ihn ausdrücklich: „Miniaturmaler auf Reisen".

Die Aufmachung des kostbaren Werkes ist reich; daß es in dieser Zeit herausgekommen,

 gereicht der deutschen Buchkunst zur Ehre. Die Ofiizin W. Drugulin in Leipzig

hat ihr Möglichstes getan. Die Lichtdrucktafeln der l-lofkunstanstalt Albert Frisch in

Berlin sind jedoch nicht durchwegs gelungen, die schwarzen zum Teil Hau oder rußig, von

den farbigen viele grell und ohne Rücksicht auf die Farbenwerte der Originale ausgeführt

(zum Beispiel Tafel 12, 24, 94 - übrigens ein sehr unerfreuliches Werk des Gigola). Der

Wiener Reproduktionstechnik ebenbürtige Meisterleistungen voll Duft und Zartheit sind

die Wiedergaben des angeblichen Arlaud (Tafel 25) und die oben genannte Füger-Miniatur,

die dem Werke wie der Sammlung zur höchsten Zierde gereicht. E. Leisching

LT-BERLINER GRABMALKUNSTFK Tod und Sterben füllt unser Denken,

Gräber sind ein Symbol unserer Zeit. Von den frischen Leichenhügeln, die jeder

Tag neu häuft, schweift der ruhesehnende Gedanke zurück zum Totenkult vergangener

Geschlechter und klammert sich, auch im Fernen dem Allzunahen nicht entrinnend, an

' Das Alt-Berliner Grabmal 1750 bis 1850. Hundert Aufnahmen und Vermessungen von Wolfgang

Schlitz. Kunstgeschicbtlich eingeleitet von Hans Mackowsky. Berlin, Bruno Cassirer, 1917.
            
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