Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatszeitschrift XXI (1918 / Heft 3 und 4)

99

sondern müssen, soweit möglich, das innere Leben bewahren, das sie in

ihrer natürlichen Umgebung hatten. Schließlich muß die ganze Verwaltung

des Museums derart sein, daß ein lebendiger Hauch von ihm ausgeht, daß

zwischen dem Besucher und dem Inhalt des Museums ein inniger Zusammenhang

 hergestellt wird.

Es liegt nahe, daß diese Forderungen besser durch die kleineren städtischen

 Museen verwirklicht werden können und auch zum Teil verwirklicht

worden sind, während die staatlichen Museen, von Natur mehr konservativ,

noch mehr oder weniger auf dem alten Standpunkt stehen, wie sie ja auch

durch ihre ofüzielle Stellung mehr auf die Aufgaben wissenschaftlicher

Vollständigkeit und auf die Ansprüche der Repräsentation hingewiesen sind.

Aus beiden Gründen leiden sie (ich spreche hier hauptsächlich von den

Berliner Verhältnissen)

 unter der

übermäßigen Anhäufung

 des Materials.

 Wird es

schon dem Fachmann

 schwer, unter

dieser Überfülle das

Wesentliche herauszufinden,

 so bleibt

dem Laien zumeist

nichts als das Gefühl

 der Unruhe und

der Beängstigung,

da der größte Teil

dieser Dinge ihm

wenig zu sagen vermag.

 Dazu trägt

noch die Art der

Aufstellung bei, die

nicht nur allzu eng

ist, so daß der einzelne

 Gegenstand

immer gleich von

den Nachbarn bedrängt

 und übertönt

 wird, sondern

auch etwas Kaltes,

Gleichgültiges hat.

Schließlich wird

dort für die Annahenmg

 des Publ" Abb. 3. Das Märkische Museum zu Berlin. Kapelle mit mittelalterlicher Plastik
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.