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niederländischen Bologna-Schüler Francavilla zuschreiben": Dieser Typus
ist jedoch auch Gerhard nicht fremd; er läßt sich zum Beispiel an der
Wertach des Augustusbrunnens und dem Bronzeengel der Michaelskirche
konstatieren. Bei der Kleinplastik Gerhards, für die wir noch kein sicheres
Spezimen besitzen, dürfen wir ohnehin eine zierlichere F ormengebung voraussetzen.
Die Übereinstimmung in der rustikalen Auffassung des Motivs
läßt Buchwald die Gruppe Mars und Venus mit Recht für eine Variante
der Kirchheimer Brunnenplastik halten. Darüber hinaus finden sich aber
auch in der Behandlung
der Einzelformen
so viele Parallelen zu
Gerhards sicheren Arbeiten,
die massiven
Hände, die gichtknotenartigen
Verdickungen
der Gelenke an den
Zehen, das in einzelne
Locken aufgelöste
Haar, das charakteristische
Hinüberziehen
des obersten Augenlides
und anderes mehr,
daß der früheren Zuschreibung
an Gerhard
doch größere Berechtigung
zukommen dürfte
als der neuen. WeitereArbeiten
Gerhards
aus seiner Innsbrucker -
Zeit, insbesondere solche
aus Silber, an der
Hand des hier dargelegten
historischen
Materials aufzufinden,
muß zukünftigen spezielleren
Forschungen
überlassen werden.
Es bleibt uns noch
übrig, auf Gerhards
Tätigkeit für München
seit seiner Übernahme
in die Dienste des
Deutschmeisters einen
" A. a. 0., Tafel 35 und 36.
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Abb. 33. Hubert Gerhard, Die Vinus (München, Bayrisches Nationalmuseum)