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MAK

Full text : Monatszeitschrift XXI (1918 / Heft 5, 6 und 7)




zu einer Höhe von 3'2 Meter und in

eine Breite von fast 3 Meter. Die getriebene

 silberne Tabernakeltür enthält

 in geschwungener Umrahmung

im oberen Teile in der Mitte ein

schönes Kruzifix mit dem dahinterliegenden

 Stadtbilde von Jerusalem.

Darüber erhebt sich als 85 Zentimeter

 hohes und 55 Zentimeter breites

 Mittelstück das getriebene, vergoldete,

 wahrscheinlich unechte Relief

 „Moses vor dem brennenden

Dornbusch". Die linke Seite des

Sockels ist mit dem ebenfalls vergoldeten

und wahrscheinlich auch unechten Relief

„Das heilige Abendmahl", die rechte Seite

mit dem Relief „ esus in Emaus", beide

von schöner Zeichnung undDurcharbeitung,

geschmückt. Ober dem Mittelbilde liegt in

einem Strahlenkranze das Lamm Gottes auf

dem Buche mit den sieben Siegeln unter

einem mit einer prächtigen Marienkrone

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FranzPfäfhngenMeßkänncheninderKirche gekronten Baldachlm Das Müfiefbdd, das

a" Benediktinerabtei St. Lambrecht Opferlamm und der ganze Saulenaufbau

sind von edelgeformten Engelstiguren und

Engelköpfen flankiert. Zahlreiche aufgeschlagene Grazer Beschauzeichen

mit der jahreszahl 1773 und Meisterzeichen Römmers beurkunden die Probhältigkeit

 dieser Silberarbeit und den Meister. Hinter dem Altar erhebt

sich in breitem, profiliertem, geschweiftem und vergoldetem Rahmen mit

reichem, durchbrochenem und getriebenem Rokokoschnörkelaufsatz das

schon früher genannte Ölgemälde „Mariahilf" des in Graz ansässig gewesenen

 italienischen Meisters, der bei der Arbeit im Jahre 1611 erblindet

und durch Anrufung der Gnadenmutter wieder sehend geworden sein soll.

Das Haupt der Mutter Gottes und des Jesukindes dieses schönen Bildes

(eines der besten des Meisters) wurde in einer späteren Zeit mit schweren,

in das Bild eingelassenen und mit Edelsteinen verzierten, goldenen Kronen

versehen.

Im ]ahre 1793 wollte die Regierung den silbernen Altaraufsatz einschmelzen

 und in Silbermünzen umwandeln lassen. Wir finden diesbezüglich

in einem im Grazer Statthaltereiarchive liegenden Akte über Mariazell vom

16. Mai 1793 nachfolgende Note: „Von bedeutendem Wert ist der in der

hiesigen Mariahilferpfarrkirche der P. P. Minoriten befindliche Tabernakel

von geschlagenem Silber: Ob er nun aber, selbst wenn sich von gleicherwähnten

 Ordensrnännern zur Abgebung desselben erklärt werden wollte,
            
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