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Full text: Monatszeitschrift XXI (1918 / Heft 8, 9 und 10)

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Im Jahre 1811 wurde nach dem Meisterbuche der Grazer Goldschmiede- 
innung der Leobener Goldschmied Anton Peheim „ohne Probstück" in- 
korporiert und Findet sich sein Name bis zum Jahre 1830 in den Innungs- 
Schriften. Von ihm dürften drei hübsche, beachtenswerte Silberarbeiten, 
zwei getriebene Reliefs, das eine den heiligen Josef mit dem Christuskinde, 
das zweite den heiligen Antonius von Padua darstellend, und eine silberne 
Tasse, die in der Ausstellung alter Goldschmiedearbeiten im Jahre 1907 
im Osterreichischen Museum zu sehen waren, herrühren. Sie tragen alle 
drei das Meisterzeichen A. P., für das sich weder in Graz noch an einem 
anderen steirischen Orte in dieser Zeit ein passenderer Name voriindet, 
" und daneben die Grazer Punze vom 
Jahre 1821 eingeschlagen. 
In Marburg gab es im XVIII. und 
in der ersten Hälfte des XIX. Jahr- 
hunderts verschiedene Goldschmiede, 
 
 
 
von denen aber nur Josef Burghard 
(Berghard) durch seine Inkorporation 
im Jahre 1813 und durch sein Meister- 
zeichen auf der Tafel vom Jahre 
1828 des Punzierungsamtes in Graz 
bekannter ist. Er existierte noch im 
Abb. 4. A. Rabitsch. Kaxilsvsieeigsle (Dr. Alben Figdor in  Stadt Pettau haben wir 
schon sehr frühe Nachrichten über 
das Goldschmiedehandwerk. Nach Wastlers Künstlerlexikon lebten dort im 
Jahre 1311 die Goldschmiede Dietrich und Petrus, im Jahre 1342 der bürger- 
liche Goldschmied Niklas und im Jahre 1341 arbeitete der Pettauer Gold- 
schmied Seydillus (Seidl) in Udine mit dem Goldschmied Johann von Bologna 
in Kompagnie zusammen. Die bürgerlichen Goldschmiede Johann Jakob 
Zwickhl und seinen Sohn Franz Jakob Zwickhl, der im Jahre 1724 in Graz 
heiratete, haben wir schon früher erwähnt. Im Jahre 1736 etablierte sich 
dort der Goldschmied Franz Bernhard Klockhsperger und im Jahre 1782 
wurde der bürgerliche Silberarbeiter Philipp Schüller (Schiller) in die 
Grazer Innung aufgenommen, der in einer Zuschrift an die Grazer Innung 
über seinen „harten Stand" in Pettau klagte. Von ihm waren in der 
„Kulturhistorischen Ausstellung" in Graz vom Jahre 1883 unter Katalog 
Nr. 418 ein silberner Pokal aus dem Jahre 1812, unter Nr. 442 und 443 
zwei silberne Salzfässer und unter Nr. 503 zwei silberne Leuchter zu sehen.
	        

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