MAK

Full text: Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 3, 4 und 5)

Modellschatz der Manufaktur aufzuweisen hat, einen eigenen Reiz bewahrt 
haben, so ist das eben in Schadows besonderem Formgefühl begründet. Am 
deutlichsten tritt diese seine Eigenart natürlich bei den Arbeiten ins 
Bewußtsein, die der Künstler selbst in Porzellan gedacht hat, wie bei den 
Bildwerken für den Genellischen Tafelaufsatz und bei der Prinzessinnen- 
gruppe. Rückblickend dürfen wir diesen frühen Modellen wohl unbedenklich 
den Vorrang vor den späteren zugestehen. Sie mehren den bisher noch 
wenig anerkannten Ruhm, der in künstlerischer Beziehung der sonst so 
wenig ruhmvollen Regierungszeit Friedrich Wilhelms II. gebührt. 
 
 
Abb. 52. J. G. Schndow: Vorlage für die Bemalung von Pfeifen- 
kllpfen (Nr. 15), Bleistift, 1800. Höhe z2'8, Breite x7'8 Zentimeter 
(Bibliothek der Berliner Porzellanuunuflktur) 

	        
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