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Full text: Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 11 und 12)

_gen zu dürfen, 
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wie unsere strenge, einfache Wiener Raumkunst auch für den romantisch- 
ornamentalen Geist einer vom fernen Osten beeiniiußten Welt den pas- 
sendsten Rahmen zu schaffen vermag. 
In Teschner ist jener Märchensinn lebendig, der in Österreich schon 
oft künstlerisch hervortrat und uns daran gemahnt, wie nahe Beziehungen 
einst die Ostmark mit dem Orient verbanden. Zur Zeit der „Zauberflöte" 
und in Raimunds Zauberpossen war wohl die nähere Kenntnis der östlichen 
Formenwelt noch nicht gegeben, nur eine innere Verwandtschaft der 
romantischen Gesinnung war triebkräftig am Werke. 
Seitdem ist soviel anregendes und belehrendes Material aus dem fernen 
Orient nach Europa geschafft worden, daß unsere Kenntnis von der so 
wunderbar geheimnisvollen, fesselnden und ergreifenden Ideen- und Formen- 
welt der ostasiatischen Kulturkreise genügt, um auf phantasiebegabte Naturen 
auch formal be- 
fruchtend einzu- 
wirken. 
Teschner ist 
durch lange Zeit 
im Banne dieser 
fernen, uns aber 
durch älteste Be- 
ziehungen näher- 
gerückten Welt 
gestanden,sodaß 
er seine inneren 
Erlebnisse in ei- 
ner Formenspra- 
che auszudrücken 
vermochte, die 
jener des fernen 
Orients so nahe 
kommt. Eine 
glückliche Fü- 
gung des Ge- 
schickes hat ihm 
gestattet, seinen 
Gedanken in fast 
unbeschränkter 
Freiheitnachhän- 
in kostbaren und 
edlen Materialien 
arbeiten zu kön- 
Ausstellung österreichischer Kunstgewerbeßßonderausstellung Richard Teschners. 
HEU und OhUC „Prinz und Prinzessin" aus „Prinzessin und Wassermann"
	        

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