MAK

Full text: Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 11 und 12)

(Sonnenland). Einige stilistische Versuche neuester Zeit bilden den Übergang 
zu den jüngsten Bestrebungen des Künstlers. Hier ist seine Sympathie für 
gewisse abstrakte Vorstellungen (Feuerelement) in modern expressionistischer 
Weise ausgedrückt, mit denen er sich auf seine Art auseinanderzusetzen 
sucht. Wohin ihn diese Wege führen werden, ist noch nicht klar zu sehen. 
Einstweilen überwiegen noch die Märchendichtungen mit Pinsel und 
Stift, in Speckstein und Alabaster. Zwischen den größeren Temperabildem, 
die in ihren verwandten Stimmungen und Formaten einen Zusammenhang 
besitzen, sind kleinere Wasserfarbenbilder von zarter miniaturhafter Feinheit 
der Durchführung eingereiht. Sie passen so gut zu dem erzählenden Inhalt 
und dem reichen bunten Farbenspiel, das nicht nur allgemein in seiner 
Stimmung an Tausendundeine Nacht gemahnt, sondern auch gegenständlich 
aus diesem Traum- 
land entnommen 
scheint. Diese Welt 
gewinnt runde 
Formen in kleinen 
figuralenPlastiken 
besonderer Art: in 
buntenTrollenund 
Trollinnen, Feen 
und Hexen, Prin- 
zessinnenundGno- 
men. Gefärbter 
Speckstein, Sele- 
nit, Alabaster und 
die schönen, bun- 
ten Halbedelsteine 
bieten ihren edlen 
schillernden Ma- 
terialreiz, den die 
raffinierte Technik 
und Formgebung 
des gewandten 
Plastikers zu be- 
sonderen Klein- 
kunstwerken 
heranzieht. Man 
ist versucht, diese 
kleinen und feinen 
Arbeiten allen 
größeren vorzu- 
Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe. Sonderausstellung Richard Teschners, zleherh Wen In 
„Die Zauberin" aus "Nachtstück" ihnen  größter
	        
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