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MAK

Full text : Monatszeitschrift XXIII (1920 / Heft 4, 5 und 6)

unmerklich ausüben, indem er die Entscheidung über alle seine Vorschläge,

welche die Wahl der Künstler, Zuweisung der Aufgaben, Annahme der

Entwürfe betrafen, einem beratenden Komitee übertrug, das sich aus den

Bildhauern John Q. A. Ward, Daniel C. F rench und Augustus St. Gaudens

zusammensetzte. Für sich selbst behielt er die im Ausmaße kleine, an

Bedeutung aber wichtigste Aufgabe, die Darstellung der Unterzeichnung

des Kaufvertrages von Louisiana selbst, die in Hochrelief die Basis einer

hohen Denksäule, Mittelpunkt der ganzen Ausstellung, schmückte. Wie

Bitter jede Aufgabe aus dem ihr innewohnenden Geiste heraus lösen wollte,

unterzog er sich diesmal der Mühe eingehender historischer Studien. Nicht

der trockenen Richtigkeit

wegen: weil er in allem

Tatsächlichen das eigentümlichGeistige,

 derfreien

Phantasie Unerreichbare,

würdigte. Mühelos liest

man herab, wer die Seele

derI-Iandlung, wer gütiger

Helfer und gleichgültiger

Teilnehmer ist, und spürt

die gehaltene, aber freudevolle

 Stimmung über diesen

 größten diplomatischen

 Sieg der Union.

Das ist historische Kunst:

zum Leben erweckte hingegangene

 Gestalten und

Tage; und die oft totgesagte,

 hier erweist sie

sich höchst lebendig. Die

Gruppe wurde für die

Stadt St. Louis in Bronze

gegossen, nachdem sie

vorher von Bitter noch

einmal sorgfältig überarbeitet

 worden war und

einen passenden Rahmen

erhalten hatte.

St. Louis war ein

neuerlicher großer Erfolg

gewesen. Wenn die Skulptur

 in anderen Ländern

eher das Stiefkind unter

Karl Schurz-Denkmal, New-York (1gx3) den Künsten i5t, Bitter
            
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