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MAK

Full text : Monatszeitschrift XXIII (1920 / Heft 4, 5 und 6)

denen er zurücktritt, eine erhabene Gelassenheit, die so ferne ist von der

gesammelten Energie, die in der Gestalt von Karl Schurz lebt, und noch ferner

von dem rein sachlichen Eifer und dem Streben nach mehr äußerem Erfolgwenn

 auch durch die Kraft des Geistes -, das aus Hamilton spricht.

Der Jefferson von Charlottesville wurde drei Tage nach Bitters Tod

enthüllt und ist vielleicht sein schönstes Vermächtnis als Künstler.

Wer in die Tiefe dringt, muß auch an Weite der Anschauung und des

Wirkens gewinnen. Bitters Wirksamkeit begann sich allmählich über die

ganze Breite des Landes zu erstrecken. Seinem Grundsatze gemäß suchte er

den Geist der Kunst in das Staatsleben selbst einzusenken. Seine eigenen

Arbeiten sollten schon harmonisch in ihrer Umgebung stehen. Der Platz und

die Anlage des Schurz-Denkmales war sorgfältig von diesem Gesichtspunkte

aus überlegt; bei einem anderen Denkmal in Minneapolis, für Thomas Lowry,

der in der Zeit des Aufbaues und Wachstums dieser Stadt ihr führender Mann

gewesen, hatte er sich die ganze Platzgestaltung mitgesichert. Besonders

aber hatte er - zum viertenmal während seiner ganzen Laufbahn - bei der

Weltausstellung, die zur Feier der Vollendung des Panamakanals in S. Francisco

 stattfand, Gelegenheit, ein großes einheitliches Ganzes zu schaffen. Ohne

ihn schien es gar nicht mehr zu gehen, und so ließ er sich noch einmal zu

dieser großen Arbeit bestimmen; seine Verbindung mit ihr war aber diesmal

so locker wie möglich: er lieferte

den Generalplan und besuchte

wohl einmal den Ausstellungsgrund,

 überließ aber die ganze

Durchführung seinem Freunde

A. Sterling Calder.

Wichtiger war es aber, auch

in der Gesetzgebung der Kunst

nach und nach ihren Platz zu

sichern und nicht dem Wirtschaftsleben

 und der öden Spekulation

allen Anteil an der äußeren Gestaltung

 des Landes zu überlassen.

Zuerst galt es, die öffentlichen

Bauten zu gewinnen und damit

auch für die Reinheit des politischen

 Lebens Nutzen zu stiften.

Auf seine Anregung geht die Einrichtung

 der Kunstkommissionen

zurück, für die er den Präsidenten

Roosevelt gewonnen hatte. Diese

hatten wohl keinen schöpferischen

Einfluß, aber das unwiderrufliche

Kasson MemoriaLUiicmNew-York (1915) Vetorecht des UÜCHS über alle


            
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