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MAK

Full text : Monatszeitschrift XXIII (1920 / Heft 4, 5 und 6)

ersten Dezennien

des XIXJahrhunderts

 angefertigt

wurden. Schmidt

war zwar gebürtiger

 Preuße, kam

aber als Tischlergehilfe

 nach

Wien, um hier zu

bleiben. Er erhielt

seine höhere Ausbildung

 an der

Wiener Akademie

unter P. von Nobile,

 dem strengen

Klassizisten.

Schmidt errichtete

 später in

Wien eine , ,Privat-Zeichenschule"



für Gewerbsleute,

die sich dem Hausbau

 und der inneren

 Einrichtung

widmen wollten.

Ebenso wie es für

die Ausbildung des

Handwerks wichtig

 war, daß damals

 an der Akademie

 der bildenden

 Künste auch

der Unterricht in

den mit Unrecht

so genannten

„Niederen Künsten"

 und Gewer-





Aufriß

Arbeitstischchen in Globusforrn. Schule Karl Schmidt (Österreichisches Museum)

ben erfolgte und der Kontakt zwischen bedeutenden Baukünstlern, wie

Nobile, mit jungen Gewerbsleuten des Bauhandwerks gegeben war, ist es

auch wichtig zu sehen, daß der damals noch vorwiegend in privaten Händen

gelegene Unterricht im „Zeichnen" und Entwerfen so systematisch auf

praktische Ziele gerichtet wurde. Eine jener Mappen enthält ausschließlich

Möbelentwürfe, die in jener sauberen, korrekten Art dargestellt sind, wie

sie die Architekten am Anfang des XIX. Jahrhunderts auszuüben pflegten.

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