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MAK

Full text : Monatszeitschrift XXIII (1920 / Heft 4, 5 und 6)

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Lehrbrief der Wiener Tischlerinnung von 1808 (Österreichisches Museum)

werden, mag als Zeichen der Blumenliebe der Zeit hervorgehoben sein.

Schreibtische über ellipüschem Grundriß sind häulig.

Besonderen Ausdruck geben die zahlreichen Formen der Sitzgelegenheiten

 dem Bequemlichkeitsbedürfnis der Besteller und der Gewandtheit

und Tüchtigkeit des Tischlerhandwerks.

Im Wohnzimmer gelangte das „Etablissement" zu besonderer Wichtigkeit.

 Es ist der Brennpunkt der Wohnzimmereinrichtung. Sofa, Fauteuils,

Stühle, um einen (zumeist kreisrunden oder ovalen) Tisch angeordnet, sind

dem Besuchzimmer wie dem täglich benützten Wohnraum unentbehrlich.

Die Zahl der Typen ist Legion. Mit größtem Raflinement ist hier die

Anpassung an die Körperform erzielt, die schon bei der einfachen Sitzbank

mit Strohgeliecht durch Schwingung der Lehnen gut erreicht wird. Die

geschickte Einfügung von Polsterungen, die geistreiche und originelle

Schwingung der Seiten- und Rückenlehnen gibt zu eigenartiger und oft sehr

reizvoller Gestaltung Gelegenheit. Auch das ganz aus Polstern aufgebaute

Möbelstück tritt bereits auf, das als der Vorläufer des späteren Klubmöbels

angesprochen werden kann. Die hochentwickelte T extilkunst, die mannigfaltigen

 guten Druckstoffe geben hierzu den farbigen Klang, der einem

ganzen Raum seine besondere Note zu geben bestimmt ist.
            
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