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MAK

Full text : Monatszeitschrift XXIII (1920 / Heft 7, 8, 9 und 10)

zweiten Türkenbelagerung

 Wiens

schritt man zurErteilung

 jener „privilegia

 privativa",

welche das Recht

auf ausschließliche

Erzeugung und

Vertrieb bestimmter,

 für das Inland

neuer Waren einräumten.

 Diese

Privilegierten waren

 von jedem

Kunsxschau 1920. Handbedruckter Seidensxofi", Entwurf von Dagobert Peche, aus- b

geführt von der Wiener Werkstätte Zunftzwange e"

freit und durch

Einfuhrbeschränkungen geschützt. So erhielten schon 1667 CratTt und Altdorff

 ein 25jähriges Privileg auf die Herstellung porzellanartiger Geschirre,

Kristallglaswaren und Spiegel in venezianischer Art, 1675 Bern. Marinetti

ein zojähriges Privileg auf die Erzeugung venezianischer Glaswaren.

Hatte man schon um die Wende des XV. zum XVI, Jahrhundert auf

dem für Zusammenfassung der Arbeit besonders geeigneten Textilgebiete

den bedeutsamen Schritt zum Verlagssystem gemacht, womit der Produzent

von den Lasten des Vertriebes seiner Arbeit befreit wurde und dieser

ausschließlich zugewendet blieb, hiefür vom Verleger auch noch Rohmaterial,

 Kredit oder Geldvorsehüsse empfing, ohne daß jener als Unternehmer

 auftrat, so setzte die Organisierung einer Massenerzeugung die

Errichtung größerer gemeinsamer Arbeitsräume und die Beeinflussung der

Erzeugung selbst durch Verbesserung aller gemeinsamen technischen Einrichtungen

 voraus.

 Erst jetzt

konnte man anfangen,

 von Industrie

 zu sprechen,

 deren Ausdehnung

 sich ab er

freilich noch in

engeren Grenzen

hielt. Die auf Wiener

 Boden vor

1683 begründeten

Seiden- undTuch-Kunstschau

 192a. Handbedruckter Stoff, Entwurf von Dagobert Pzche, ausgeführt fabnken und Farvon

 der Wiener Werkstätte befeien, wjg auch




            
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