Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatszeitschrift XXIII (1920 / Heft 11 und 12)


Abb. 2. Leuchterplatte, um r725

Leuchterarm vermissen, der vielleicht

 gar nicht immer aus Porzellan

gewesen ist. Die gewölbte Mitte

trägt ein Phantasiewappen mit geturrntem

 Tor unter zwei sechsstrahligen

 Sternen, in der gemalten

Umrahmung - offenbar nach einer

Stichvorlage, die durch kleine Stichlagen

 und Punktierung nachgeahmt

ist _ als unverstandene Helrnzier

einen achtstrahligen Stern, in bunten

 Farben mit Eisenrot und Purpur.

Den oberen Abschluß bildet eine

plastisch vertretende fünfzackige

Krone, die, ein wenig mühselig, von

zwei mehr klebenden als schwebenden

 Flügelknaben getragen wird.

Vollrund modelliert, verraten sie in

ihren fröhlich grinsenden Köpfen die

Freude ihres Schöpfers über seinen

Wagemut und gehören mit den Chinesen der Dubsky-Leuchter zu den

frühesten figürlichen Versuchen Wiens (Höhe des Ganzen 38 Zentimeter,

Breite 32 Zentimeter). Sie sind

schon sichtlich besser modelliert

als die der Wiener Gefäßbildnerei

 der zwanziger Jahre.

Derselben Zeit (um 1730)

gehören die beiden hervorragend

 schönen, seltenen Vasen

an (Abb. 3). In Form zylindrischer

 Flaschen, mit eingezogenem

 kurzen Halse, sind sie

mit ungemein fein gezeichneten

Landschaften nach Preußler-Art

in Schwarzlot und Goldhöhung

bemalt. Große Chinesengestalten

neben rotgoldenen Vasen, Hügel

 mit Palmen, Häuser, Vögel

auf zu großen Zweigen füllen,

dicht gereiht, die Leibung. Auf

dem verengten Halse, in einem

dichten, zart gezeichneten Netzwerk

 chinesischer und barocker

Ranken, sitzen allerkleinste Chi-



Abb. 3. Flaschenvasen, um 173g
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.