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MAK

Full text : Monatszeitschrift XXIV (1921 / Heft 1, 2, 3 und 4)

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Man hat diesmal den Trioniis unmittelbar ein Werk der I-Iochrenaissance

benachbart, ein Stück aus dem großgearteten Orleyschen Abraham-Zyklus

und damit die Wesensunterschiede zum spätgotischen Bildteppichstil, der

noch in den Trioniis nachlebt, besonders sprechend vor Augen treten lassen.

Beigezogen erscheint heuer die Kunst jenes großen Meisters, der für

die Entwicklung der Gobelinkunst geradezu zum Schicksal wurde. Zwei

Stücke der berühmten Tapetenfolge Raffaels mit Szenen aus der Apostelgeschichte

 - der Wunderbare Fischzug und die Steinigung des heiligen



II. Gobelins-Ausstellung irn Belvedere zu Wien. Venumnus und Pomona.

Brüssel, XVI. Jahrhundert

Stephanus - werden gezeigt, allerdings in einer an die Höhe der Originalentwürfe

 nicht heranreichenden Wiedergabe aus dem Ende des XVI. Jahrhunderts.

 Dann sieht man eine 1765 in der Pariser königlichen Manufaktur

von Cozette ausgeführte, kunstgeschichtlich bemerkenswerte Übertragung

seines „Parnaß" in die Gobelintechnik. Bei vorzüglicher technischer Durchführung

 bildet letzten Endes dieses Werk künstlerisch einen Fehlschlag.

Völlig auf gleicher Stufe mit dem entsprechenden Teil der vorjährigen

Darbietung entfaltet sich die Gruppe der Brüsseler Renaissancewirkereien.

Man gewinnt neuerdings eine vollwertige Vorstellung von dem hohen, klaren

Künstlertum und der vollendeten Technik der Arbeiten jener Zeit. Die Abraham-Serie

 haben wir bereits erwähnt. Zu ihr gesellen sich neue Stücke aus
            
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