MAK
Dem Stipendisten am chemischen Laboratorium, Dr. Emerich Selch, wurde zur 
Vornahme einer Studienreise im laufenden Sommer zum Besuche der wichtigsten kera- 
mischen Etablissements seitens des hohen Ministeriums für Cultus und Unterricht eine 
Reisesubvention von G. zoo bewilligt. 
lm Sinne des Stiflbriefes der Albert Freiherr von Rothschild'schen Stiftung 
wurden von den Stiftungsinteressen an Absolventen der Schule für Kunstauftrage folgende 
Unterstützun en gegeben: Jacob Groh G. 550, Anton Kaiser B. 500, Willibald Schul- 
meister i]. , Wilhelm Woernle B. 650. 
Stellung haben folgende Schüler gefunden: Burk Wilhelm, als Zimmerdecorateur 
in Paris; Bechtel Adolf, Fachermaler in Wien; Dobner Karl, Zeichenlehrer in Wien; 
Franke Franz, in die k. k. Akademie der bildenden Künste, Wien; Gelpke Ernst, 
Beamter im k. u. k. Ministerium des AeuBern; Herrm ann Julius, als Manu fakturzeichner, 
Wien; Hütter Johann, kehrt zu seinem früheren Berufe als Bürgerschullehrer zurück; 
Jelinek Karl, Assistent für das Freihandzeichnen an der k. k. Fachschule in Hotic; 
John Karl, als Zeichner in der Katunfabrik von Baron Leitenberger; Kaiser Anton, als 
Zeichner und Radirer im lllustrationsfache; Kirnbauer Josef, als Lehrer für Vergoldet- 
und Staftirarbeiten in die k. k. Fachsehule Villach; Lefler Alois, als Architektur- und 
Decorationszeichner bei Architekten Fellner in Budapest; Moser Coloman, als selbst- 
ständiger Maler in Wien etablirt; Neubauer Johann, als Lehrer der k. k. Faehschule 
in Nixdorf; Schulmeiser Willibald, Assistent für ornamentales Zeichnen an der All- 
gemeinen Abtheilung der Kunstgewerbeschule Wien; Smolik Bohuslav, für eine Fach- 
lehrerstelle in Aussicht genommen; Sommeregger Victor, als Lehrer der Fachschule 
in Ebensee; Svim bersky Anton, für eine Lehrerstelle in Aussicht genommen; Svihaelek 
Egon, als Zeichenlebrer am k. k. Staatsgymnasium in Freistadt; Subie Alois, als Zeichner 
in Laibaeh; Trauer Ottokar, als malerischer Zimtnerdecorateur; Völkel Reinhold. 
als selbständiger Maler in Wien; Vorel Zdenka, als Lehrerin in eine Privatschule in 
München; Wytrlik Otto, als Mobelzeichner bei der Firma Röhrs in Prag. 
Chemisches Laboratorium. Die Einnahmen des Laboratoriums im Berichtsjahre 
beziffern sich: 
t. Honorare für Analysen etc. 
2. Laboratoriumataxen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 
. H. 199'- 
 - 130-- 
 
 
 
Zusammmen H. 919'- 
Auftragsarbeiten wurden durchgeführt: 23 technische Prüfungen von Thonen. 
Ziegeln und anderen keramischen Producten, rz diverse Analysen von Rohstoffen und 
Producten der Keramik, Glas und Emailbranche; die Analyse der Glasmaase und der 
Farbemaile an einem altarabischen Glasfragment für Professor Sehmoranz in Prag, im 
lnteresse des vom k. k. Handelsmuseum im Auftrage des k. k. Unterrichtsministeriums 
herausgegebenen Werkes über altorientalische Glasgefalle; Versuche zur Herstellung von 
Kunstwetzsteinen; Ermittlung eines Patinirverfahrens für Aluminium; Patinirung einer 
Anzahl tauschirter Bronzegegenstande für das Bureau für Haus- und Kunstgewerbe in 
Bosnien; Ermittlung und Darstellung einer Serie von Opak-Ernail für Kupfer für das 
kunstgewerbliehe Atelier der k. u. k. bosnisch-herzegowinischen Landesregierung in 
Sarajevo. 
Als Hoapitanten frequentirten das Laboratorium: 
t. Hanns Wahliss aus Wien, im 4. Jahre, während der Monate April und Mai 
seither als Director der Porzellanfabrik E. Wahliss in Teplitz thatig; 
z. Schtilian Petroff aus Sliven in Bulgarien, im 3. Jahre, mit einem Stipendium 
der fürstlich bulgarischen Regierung bis Ende Juni; seither als Lehrer der Chemie an 
der Gewerheschule in Tschirpan in Bulgarien angestellt; 
3. Hilmar Tisch er aus Boehlen Schwazburg-Rudolstadt, bis Ende Juni; seither 
als Director der Fabrik keramischer Farben von Dr. Moeckl in Zwickau engagirt; 
4. Dr. Emerich Selch aus Wien, als Stipendist des k. k. Unterrichtsministeriums, 
im z. Jahre; 
5. Josef Merhar aus Büchelsdorf in Krain, mit einem Stipendium der krainischen 
Landesregierung, seit Octoher; ferner 
6. der Zogling des kunstgewerblichen Ateliers der k. u. k. Landesregierung in 
Bosnien, Mehmed Kreöar aus Sarajevo, durch 2'], Monate, mit einem Landeastipendium 
zur Erlernung der Etnaillage von getriebenen Kupfergegenständen, behufs Einführung 
der Emailtechnik in Bosnien.
	        

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