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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe I (1866 / 9)

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sie sowohl im Entwurf als in der Ausführung ihrer Arbeiten in Beziehung auf Zweckmlasigkeit,

 Geschmack und correcten Styl in richtige Bahnen zu leiten, lässt sich allerdings

 diese Thiitigkeit, als mit den Bestrebungen des Gewerbevereines parallel gehend, such

auf den letzteren übertragen; durch den Umstand jedoch, dass der Kunstindustrieverein

sich gleichzeitig zur Hauptaufgabe gemacht hat, den Geschmack im Publicum auszubilden

und dessen Interesse fiir die Erzeugnisse der Kunstindustrie zu wecken und zu steigern,

damit die Zahl der Käufer und Besteller zunehme und hauptsächlich dadurch, dass

der Verein so zu sagen sich spcciell mit dem Kunstfactor beschäftigt, ist es ihm gelungen,

 die Theilnahme und Mitwirkung in einem Theile des Publicums zu erlangen, der

vielleicht, ja sogar wahrscheinlich, wenn die Thiiügkeit des Vereines sich auf die Gewerbe

 im Allgemeinen bezieht, seine Theilnahme versagen diirße.

Der Kunstverein, der seine Existenz einzig und allein den Freunden der bildenden

 Kunst dankt, könnte seinem Wesen nach nur mit dem Kunstindustrievereine

 vereinigt gedacht werden, welcher souach in einen Verein flir Kuns t und Kun stindustrie

 umgeschaden werden müsste, was wir auch fiir ausüihrbar halten. Bei einem

Anschluss jedoch an den Gewerbevereiu wiirde der Kunstverein inBeziehung auf seine

bisherige Tendenz und Thätigkeit zu existiren aufhören und nur mehr durch eine sich

jährlich wiederholende Lotterie und allenfalls durch zeitweise Ausstellungen vertreten sein.

Wir halten demnach gegenwärtig eine Verschmelzung der drei Vereine noch nicht für

zeigt, daher auch nicht anznrathen. Man lasse namentlich die beiden jüngeren Vereine

erst festen Fnss fassen, erwarte geduldig die Resultate ihrer Thiitigkeit und Entwickelung

und es wird hoffentlich in nicht zu ferner Zeit möglich werden, dieselbe Frage mit Aussicht

 auf günstigeren Erfolg zu erörtern.

Der Kunstindustrieverein wird eine künßige Verschmelzung mit dem Gewerbevereine

am besten und sichersten dadurch anbahnen, wenn er schon jetzt in möglichst nahe

Beziehung zu demselben tritt, und ihm namentlich Alles, was sich in den Sammlungen

des Vereins als Lehrmittel oder sonst zur Beniitzung Geeignetes vorlindet, zur Verüignng

stellt, mit einem Worte, wenn er sich thatsächlich schon jetzt möglichst an den Gewerbeverein

 anschliesst. Dass die gegenseitige Unterstützung dadurch erleichtert wiirde,

wenn sich die Localititen der beiden Vereine in einem und demselben Hause, wo möglich

sopr aneinander grenzeud befänden, versteht sich von selbst").

(Besuch der Anstalt.) Am 21. Mai d. J. feierte das österr. Museum den zweiten

Jahrestag seiner Erödnung. In dem 1. Jahre (v. 21. Mai 1864 bis M. Mai 1865) hat die

Zahl der Besucher 97.846, im 2. Jahre (vom 21. Mai 1865 bis H). Mai 1866) 121.842 Personen

 betragen. Im Monate Mai war das Museum von 7584 Personen besucht.

(Neu ausgestellte Gegenstände.) Seit dem Erscheinen der Mai-Nummer der

"Mittheilungen" sind im österr. Museum folgende Objecte neu zur Ausstellung gelangt:

Am 18. Mai: Aus der reichen und gewählten Kunstsammlung des Herrn Grafen

Rudolf Hoyos eine grosse Collection von alten Silbergeiiissen, Metsllschüsselu orientalischer

und occidentaler Abkunft, Leuchtern, eingelegten Kästchen von Elfenbein und Holz etc.

Die Mehrzahl dieser Gegenstände gehört dem 16. und 1T. Jahrhundert an. Ferner Copien

dorentinischer Gewölbbemalungen von Ferdinand Lauf berger; Compositionen tiir Flachoraamente

 (Möbelstotfe, Tapeten etc.) aus dem Atelier von Fisch bach; Blumen-Aquarelle

von Julius Manuela und ein der ungarischen Akademie gehöriges Slrizzenbnch des Bartholomlus

 Spranger (geb. zu Antwerpen 1546, gest. zu Prag 1615).

Am 25. Mai: Alt-Sävres- und Alt-Wiener Porcellan, Eigenthum des Herrn Grafen

Lanckoronsky; zwei Holzcopien antiker Sculpturen von Messerschmidt, Eigenthum

des Herrn Dr. Löwe; ein Marmor-Belief in der Art des Fiammingo; eine indische

Miniatnre, Eigenthum des Herrn General-Secretiirs Beer; eine Suite von Photographien

nach Gegenständen, welche sich in der Schatzkammer der St. Antoniuskirche in Padua

befinden; die Büste Auber's in ParenzoVStein, gearbeitet vom Bildhauer Sommer, bestimmt

 fair das neue Opernhaus; eine Collection von Teppichen, theils Stuhlgewcbe, theils

Handarbeit (nach Smyrnaer-Art) aus der Fabrik von Philipp Hass k Söhne; endlich

ein Missale, Buchbinder-Arbeit von Michael M1 in arich in Essegg.

Am 27. Mai: Zwei Mosaiken aus der römischen Kaiserzeit, ausgegraben in Jerusalem

 in Casauuova (Octeberläöä), ausgestellt vom HrmConsul inJerusalem,Dr.Walcher

') Anmerkung. Wir haben u fiir Plichr gehalten, die veranstaltende huehrilli In welcher ein hochiirhttmi

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 airiiigu besitzen dürfte, als inii bei litt Fortdauer ICI dßrlllll blbltlltlldlß ein vmlii. iiiiii aii iiavuiiinauni

 iniiia Vifblllltlßlllll Zcflplißllfllllß im iiiiunnuii iiiie gültig!!! um iii ii-wmeii m.
            
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