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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe I (1866 / 10)

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verstehe, so habe ich selber den Versuch gewagt." Dass der Verfasser

diesen Versuch gewagt hat, das danken wir ihm in der vollsten Ueberzeugung,

 dass dieser Dank sowohl in den Kreisen der Fachgelehrten wie

der Techniker einen lauten Wiederhall linden wird. Obwohl das Buch

auch Malern nützlich sein kann, so ist dasselbe doch nicht in erster Linie

für Maler geschrieben; „ein Maler, der sich gedrungen fühlt, über diesen

Gegenstand ein Buch zu Rathe zu ziehen, hat sicher seinen Beruf verfehlt;

 er wird aus Schrißen nicht lernen, was er in den grossen Vorbildern,

 die ihm vergangene Jahrhunderte überlassen haben, nicht entziffern

konnte; anders verhält es sich mit dem Industriellen, anders mit dem

Kunsthandwerker. Ihr Leben war nicht wie das des Malers dem Studium

der Farben gewidmet, und da, wo sie sich der Anwendung derselben nicht

entschlagen können, sind sie desshnlb leicht in Gefahr, ihre in anderer Hinsicht

 ganz vortrefflichen Erzeugnisse durch irgend einen Missgrilf ganz zu

verderben." Für sie ist es daher nöthig Grundlagen zu schaffen, auf welche

man eine Lehre von der Farben-Zusammenstellung aufbauen kann.

Für diejenigen, welche dieses Buch benützen wollen, müssen wir

bemerken, dass es nicht ein Buch für flüchtige Lectüre, sondern für ein

ernstes Studium ist; es wird besonders Jenen nützlich sein, welche als

Lehrer, als Architekten, Decorateure oder Musterzeichner thätig sind, die,

überdrüssig des unsichern Versuchens und Herumtastens, ihr Denken wie

ihr Arbeiten auf eine sichere Grundlage stellen wollen. Wir werden noch

0B Gelegenheit haben, auf dieses Buch in diesem Organe zurückzukommen.

Im Laufe des nächsten Winters werden im Museum Vorlesungen über

Brücke's „Physiologie der Farben" gehalten werden, in Verbindung mit

jenen Experimenten, die vielleicht nöthig sein könnten, um weiteren Kreisen

 das Verständniss des Buches zu erleichtern.

Die Sammlung antiker Glasfragmente im Museum und ihre

Bedeutung üir die heutige Glasteehnik.

(Forßellung und Behlun Aus dem Juni-Hefte.)

Magen wir uns, wo die grösste Bedeutung der Sammlung Hir uns

liegt, so scheinen besonders drei Gruppen den heutigen Glasfabrikanten

 empfehlenswerth, die der Millefioris, der Agatuachahmungen

 und der musivisehen Gläser. Die ersten beiden Glasanen

sind der jetzigen Technik nicht fremd, doch wird darin nnr Unwesentliches

 geleistet. Eignen sie sich einestheils nicht zu Gegenständen für den

täglichen Gebrauch, so sind doch die Ansprüche der heutigen Welt an

ähnliche Luxussachen so bedeutend, dass beide Glasarten, auf die Höhe

der alten Technik gehoben, sicher eine bedeutende Rolle spielen würden.

Vergleicht man die Mil lefioribildu ugen imserer Zeit mit den alten, so
            
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