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Full text: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe II (1867 / 23)

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Zweiter Jahrgang. 15. August 1867. 
k. k. österr. Museums für Kunst ä Industrie. 
(Monatschrift für Kunst 8a Kunstgewerbe.) 
(Am 15. eines jeden Monats erscheint eine Nummer. - Abonnementspreis per Jahr 3 ü. ö. W. 
Redncteur Dr. G. Thu. Expedition von C. Gerold's S o hn. Man abonuirt im Museum, bei 
C. Geroldk Sohn, durch die Postmxstalten, sowie durch alle Buch- und Kunsthnudlungeu.) 
 
In h 11:: um Erwerbungen du ömnelch. Museum! m! a" 2mm- Waluuutellnng. zum Varuinlml 
m. Knultlnduukrie Buulmdl. - Dia Kuustiudusßla Suudinlvieus. - n" Hlllbumlbln In w 
Gcmaludeuüme - Kleinere Mittheilungen. - Furuelzuug dar hn 11.1. luleum zu Wien kiullnh 
Gypllhgilllß. - Kuultblimrnmmluug. 
(m: einer Bcillge. in a" mm einen lulbcu Druckbogenl.) 
Die Erwerbungen des österreich. Museums auf der Pariser 
Weltausstellung. 
Die Pariser Weltausstellung bietet allen jenen Anstalten, welche 
ihre Bestrebungen dahin richten, die Industrie und Kunst zu fördern, 
Gelegenheit zu Ankäufen ganz ungewöhnlicher Art. Mehrmals hat man 
in Oesterreich solche Gelegenheiten unbenutzt gelassen; weder bei der 
h-überen Pariser Weltausstellung noch bei der von London wurden An- 
käufe gemacht; es gab auch damals kein Institut, welches, wie das öster- 
reichische Museum, speciell für diese Zwecke, die Belebung der Kunst 
in den Gewerben, geschalfen wurde. Diesmal ist es glücklicherweise 
anders. Dem österreichischen Museum sind, wie unseren Lesern bereits 
bekannt ist, nicht unbedeutende Geldmittel zur Verfügung gestellt werden, 
um bei der Pariser Ausstellung Ankäufe machen zu können. Diese Geld- 
mittel verdankt das österreichische Museum in erster Linie der Gnade 
Sr. Maj. des Kaisers, sowie der Liberalität der Ministerien der Finanzen 
und des Handels und dem Patriotismus einiger Privaten. 
Die Aufträge zu den Ankäufen, welche in verschiedenen Sitzungen 
des Curatoriums berathen wurden, sind bereits an den Secretär des öster- 
reichischen Museums, Herrn Dr. Georg Thaa, der zu gleicher Zeit 
Kanzleidirector des ersten österreichischen Commissärs Hofrath Ritter 
v. Sehäffer ist, abgegangen. Die anzukaufenden Gegenstände umfassen 
fast alle Zweige der Kunst, Kunstindustrie und Kunsttechnik. Es wurden 
bestellt: {igürliche und architektonische Bleigegenstände bei Monduit 
und Bechet; Metallrahmen und Metallgetässe bei Christopble, Lerole; 
amerikanisches Bronze-Eisen; Gegenstände aus Aluminium; italienische 
Holzschnitzereien: Rahmen und Panneaux; gemalte Glasfenster aus der 
Fabrik Marschall in Metz; englische und belgische Ledertapeten; 
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