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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe III (1868 / 28)

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stark vertreten sind, Alles, was zu einer gediegenen und billigen Tspetendecorstion nothwendig

 ist. und fehlen nur die grossen Wsnddecors, welche als Specislität einiger Pariser

Hänser gedruckt werden. In Oestsrreich stehen vier Fabriken auf der Höhe. dass sle technisch

 ein gedle eues Fshricst liefern. Von diesen hatten Spörlin und Zimmermann das

Verdienst, die apetenfabriention in Oesterreich einzuführen und in Paris auf der letzten

Ausstellung allein und swsr würdig zu vertreten. Walzen und Model, verschiedene Papiere

Rohstoße und Muster dieser Fabrik dienten sur Erklärung des Vortrages.

Da die rein technische Seite der Fshricstion Zweck der Vorlesung war, so berührte

Prof. Exner nur sehr kurz die künstlerische Ausbildung und wies nur darauf hin, dass

man im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten wieder der Farbe ihr volles Recht lasse und

dass angesehene Künstler sowohl früher wie heute es nicht verschmiihten, für diesen Artikel

 zu componiren, z. B. Schinkel, Violet le Duc, Owen Jones etc.

Da zum ersten Mole im Museum ein Kunstindustriezweig technologisch besprochen

wurde, so betonte der Vortragende mit Recht, dass man Leih und Seele im Kunstgewerhe

oder Handwerk, Fabrication und Kunst, die leider heut sehr selten in einer schaffenden

Kraft vereinigt sind, nicht an der Stätte trennen dürfe, wo der Fortschritt oder die kunstindustrielle

 Revolution zum Besseren Zweck der Bestrebungen sei, und dass sowohl der

idealen Kunst wie der nüchtern im Staube und Dunst der Fabriken nach Billigkeit und

Msssenproductinu ringeuden Technik die Aufmerksamkeit geschenkt werde; letztere wurde

dem interessanten Vortrsge auch mit reichem Beifalle zu Theil ü).

Kleinere Mittheilungen.

(ll. Ferstels Proiect zum Neubau des üsterr. Museums) wurde

am 30. December dem h. Ministerium des Inneren übergeben. Se. k. H0-heit,

 der Erzherzog Rainer, Protector des Museums, leitete die Eingabe

mit einer ausführlichen Denkschrift ein, in welcher die Dringlichkeit des

Neubaues besonders betont und jene Momente besonders hervorgehoben

wurden, welche bei dem Plane für den Neubau des Museums massgebend

gewesen sind. Dieser Denkschrift lagen eine eingehende Baubeschreibung

des Projecles vom Architekten H. Ferstel und die Voten des Aufsichtsrathes

 der Kunstgewerheschule und der Direction des Museums bei."

Eine vollständige Abschrift dieser Eingaben wurde gleichzeitig dem

h. Ministerium für Unterricht und Cultus zugemittelt.

In dem nächsten Hefte der Mittheilungen werden wir eine ausführliche

 Beschreibung des Projectes unseren Lesern mittheilen.

(Geschenke an das öslerr. Museum.) Architekt Prof. Gottfried

S ein per inZürich hat dem Museum ein umfassendes Manuscript nldeales

Museum für Metallotechnik" zum Geschenke gemacht. Der berühmte

 Verfasser hat dasselbe in London im Jahre 1852 verfasst, wo es

als erster Anhalt für die Anschaiiungen im S denbam-Museum diente.

Es ist in englischer Sprache abgefasst und ent ält 198 Folioseiten.

Ferner ist dem Museum Voll Prof. Dr. F. X. Neumann eine

Reihe von Ta etenmustern der Firma. Leroy 81. Bezault, von der.

Tapetenfabrik eegers in Paris durch Vermittelung des Herrn Professors

Exner eine Suite von Tapetenmusteru, und von Herrn Prof. J. Klein

ein Holzleuchter aus dem XV. Jahrh. aus der Holzkirche zu Kauinitz

zum Geschenke gemacht worden.

(Neu ausgestellte Gegenstände.) Am 18. Denember: Ein Gipssbguss der

sitzenden Victoris von Rauch; die Porträtbiiste des Prof. Blnas, mndellirt von Riepel

in Wien; zweiFigursn, ,Swanhilde" und „dcr Fischerknsbe", modeliiit von Mentzel in

') Die Vortrige du Herrin Prof. Dr. J. G l I I0: luul W. lila! I wcrdpulk lpilßl In exlinsn bringen.

Ü!
            
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