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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe III (1868 / 29)

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Die Anlage eines dreischiiiigen Baues, (welche auch das Grundmotiv l'u'r die Basilikenanlage

 ist), der rationellsten Form für die Beschatfung möglichst benützbnrer Innenräume,

 dürfte sich demnach sowohl mit Rücksicht auf die vorliegenden Zwecke und auf

die Form des Bauplatzes, als auch durch ökonomische Riicksicbten hier vollkommen rechtfertigen.



Durch vier Mauern werden nämlich drei Localitäten ihrer Längenansdehnung nach

begrenzt und bezüglich der Tiefe derselben findet nach der gewählten Disposition ein ähnliches

 günstiges Verhliltniss statt. Ueberdies wird durch diese Anlage. bei welcher freie

Höfe vollständig ausgeschlossen sind, die ganze verbaute Fläche für die Zwecke

des Museums vollkommen ausgenutzt und es findet ein solcher Zusammenhang

unter denselben statt, wie er auf eine andere Weise kann: so günstig erreicht werden kann.

Nach diesen Voraussetzungen ergibt sich die Eintheilnng wie folgt:

Fig. I.

ili-i-n-i-eH-uii



u; Vestibule, r) Goldschmledeerheiten, 12mm, Elfeubgin- m1,.

b Pnrsierswohnung. schnitsereien u. s. 1.. '

o) Stiege m Knnstgewerbephule. l) Metall-Gegenstände,

a; Saal mit Oberllcht für grosse plastische Werke, nu)Gles,

s sm mit Oberllcht cm- architektonische Gypsgüsle; n) Bureau des l. Custos.

f) und n) Keramische Abthellung, u) Dienerwohnung,

n) Moderne Kunsdudustrie-Gegensünde, r) Rstinde,

i) S601 mit Obdtlichl für Gebelins, Tapeten I1. Gewebe. q) Stiege in den 1. Stock.

Das Erdgeschoss enthält die sämmtlichen Ausstellungslocalitäten und ist sonach

als das Hauptgeschoss zu betrachten. Der Fussboden desselben liegt 5'], Schuh über

dem Ringstrassen-Niveau und ist von einer Treppe zugiingig, von welcher vier Stufen

ausser dem Eingangsportale, die übrigen acht im Vestibnle liegen.

Das Museum wird nur einen Eingang haben und derselbe liegt an der Ringstruge

in dem lldittelbau und ist ausgezeichnet durch ein von nwei Säulen begrenztes und mit

einem Ziegeldache abgeschlossenes Portale.

Von demselben gelangt man in ein 30 Quadratklafter grosses Vestihnle, welches

heizbar ist und auch als Garderobe verwendet werden kann. Zur Rechten liegt die Portierswohnung,

 welche durch Untertheilung des hohen Erdgeschosses ein Parterre und ein

Mezzaninlocale erhält; zur Linken liegt die Schultreppe. ln der Hauptachse des Vestibulcs

fortschreitend gelangt man über die oben erwähnte Treppe in den mit Arcnden umvebenen

 und mit Glas gedeckten Hof, welcher den Mittelpunkt der gesammten Bananlagd bildet

 und zugleich der grösste Ausstellungsraum selbst, so wie der architektonisch interessanteste

 Theil des ganzen Bauwerkes ist. Er ist vollkommen quadratisch zwischen den

Säulen 9 Kletter, von Wand zu Wand 13 Klaftcr l Schub 9 Zoll breit und hat somit

einen Flächenraum von 168 Quadratklafter. Jede Wand ist gebildet von fünf Arcaden,

welche von je vier Granitslinlen und von den in den Ecken sich ergebenden Pfeilern getragen

 werden.
            
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