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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe III (1868 / 32)

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haben die weisse Farbe des Silbers. In die Tiefe der Striche dieser

letztem eine schwarze Masse (nicht Niello) eingerieben, wodurch sie deutlicher

 sichtbar werden. Diese Art der Ausschmückung von Gefassen mit

gestochenen figürlichen und anderen Darstellungen kömmt in dieser

Weise im 17. Jahrhunderte öfters vor, die zwei von Theodor de Bry

gestochenen Schalen des deutschen Ordensschatzes (seit längerer Zeit im

Museum) sind ein besonders schönes Beispiel davon. Dem äusserea Aussehen

 nach dem Niello einigermassen ähnlich, unterscheidet sich diese

Technik von ihm doch dadurch, dass beim Niello die Farbe eingebrannt

wird, und schwarz und weiss vollkommen eine Ebene bilden, während

hier einfach eine schwarze Paste in kaltem Zustande in die Vertiefungen

eingebracht wird. In keiner Beziehung ist letztere Weise eine Vervollkommnung

 des Niello, weder in Bezug auf den Elfect noch auf die Haltbarkeit.

 Höhe des beschriebenen Pocales 7M".

XV. (20351) Kanne in Form einer Muschel, - ähnlich den bekannten

 Nautilusbechern, - die von einer auf einem Seepferde sitzenden

Putte gehalten wird. Ein henkelartig geformter Wulst dient zum Anfassen,

 darauf eine Gruppe, ähnlich jener die das Postament bildet. Geringe

 Arbeit aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. Höhe 15".

XVI. (203651) Krug mit Fruchtgehängen in getriebener Arbeit. Im

Deckel und Boden Münzen eingelöthet in der Art, dass man den Avers

von Aussen, den Revers beim Oetfnen von Innen sehen kann. Im Boden

ein Thaler von Ferdinand II. 1624, im Deckel eine Denkrnünze von 1692.

Gute Arbeit vom Anfange des 18. Jahrhunderts. Höhe 6".

XVII. (20370) Krug in getriebener Arbeit; blos Henkel, Deckel

und Fuss vergoldet, am Körper eine bacchische Kinderscene in mittelmassiger

 Ausführung. Höhe 7".

XVIII. (20365) Krug mit liach getriebenen und gepunzten Blumen

verziert. Leidlich gut ausgeführt. Höhe 5". 17. oder 18. Jahrhundert.

XIX. (20371) Fünf Zoll hohe Figur eines Mannes in der Tracht

vom Anfange des 17. Jahrhunderts, der eine Butte auf dem Rücken und

in der einen Hand eine Flasche, in der andern einen Stock trägt. Zu

seinen Füssen ein kleiner Hund. Die Butte, zum Abnehmen, diente als

Trinkbecher. Ziemlich gute Arbeit aus dem 17. Jahrhundert.

XX. (20366) Becher, dessen Deckel und Fuss wie zusammengetlochtenes

 Blätter. und Laubwerk gestaltet sind. Am konischen Mittelstück

 ein Kiuderfries. Das Ganze ziemlich geschmacklos. Augsburger

Arbeit aus dem 18. Jahrhundert. Höhe 12".
            
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