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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe III (1868 / 33)

188

waldsen in Relief; eine grössere Anzahl Proben von Lyoner Sammt- und Scidenstoifen

aus dem 17., 1B. und 19. Jahrhundert, Geschenk des Museums für Kunst und Industrie

in Lyon an das österr. Museum durch Vermittelung des österr. General-Consulats-Directors

Hofraths Bitter v. Schwarz in Paris.

Am 4. Juni: Antike Terraeottatiguren von Canova (darunter die bekannten im

Bullet. napol. publicirten Niobiden); ein antikes Stucoorelief aus Pnzzuoli; zwei antike

figurale Wandmalereien, sämmtlich Eigenthuni des Museums; ein Christuskopf in Cararn-Mannor

 ausgeführt vom Bildhauer W. Sehiitzinger; moderne französische Einbände

aus der kaiserl. Familien-Fideicommiss- und Privatbibliothek; das „Laube-Album", dem

Director Laube gewidmet von den Mitgliedern des Hofburgtheaters, ausgeführt nach dem

Entwurfe des Architekten Storch.

Am 12. Juni: Ein bemaltes Glasfenster von Oidtmann in Aachen. Eigentburn

des Herrn Ditmarsch; eine anatomische Figur vom Bildhauer Ch. Roth in München;

Farbendrucke der Arundel Society in London; antike Terracotta-Copien nach Figuren aus

der Niobidengmppe; Venus und Amor, kleine Gruppe vom Bildhauer Otto König in Rein;

ein moderner Schmuck, nach der Zeichnung des Architekten Valentiu Teirich ausgeführt

von den k. k. Hotjuwelieren Kobeek und Aegidi, Privateigenthum.

(Besuch 11081 Museums.) Die Anstalt wurde im Monate Mai von 7382 Personen

 besucht.

(Aus der Gypsgiesserel des Museums] ist wieder eine Anzahl neuer Gypsabgüsse

 nach figuralen und ornamentalen Gegenständen hervorgegangen. Das Preisverzeichniss

 derselben wird vom Museum unentgeltlich verabfolgt und auf Verlangen auch

eingesendet.

(Museums-Ausstellung in Relehenberg.) Nach dem Programme der für den

Herbst l. J, prejeetirten Ausstellung des Museums für Kunst und Industrie in Reichenberg

soll diese Exposition aus vicr Theilen bestehen. Erstens aus einer grossen Anzahl von

Gegenständen aus dem Eigenthum des Museums, vorzugsweise aus jenen Gebieten, welche

den im Reichenberger Bezirks betriebenen Industriezweigen entsprechen. Die auf der

Pariser Weltausstellung des vorigen Jahres gemachten Erwerbungen in Glas, Thonwaaren

und Geweben werden hiebei eine hervorragende Rolle spielen. Eine zweite Gruppe von

Gegenständen wird aus Mustern der Wiener Kunstindustrie bestehen. In einer weiteren

Abtheilung sollen mustergiltige liltere Kunstindustriegegenstände zur Schau gebracht

werden, insbesondere Objecte aus dem gräd. Clam-Gallns'schen Schlosse Friedland und

dem grüß. Kinskfscben Schlosse zu Burgstein, deren Besitzer die Ueberlassung dieser

Gegenstände bereits freundlichst zugesagt haben.

Fiir die wichtige moderne Abtheilung der Reichenberger Ausstellung sind unter

freundlicher Vermittlung des Herrn Correspondenten Dworaöek, Lehrers der Zeichenschule

 iiir die Glasindustrie in Steinschönau, vorläufig von folgenden Firmen Zusagen

ihrer Betheiligurig eingelangt: Ambros Egermann, H. Hegen barth, Glasfabrikanteo

in Haida, Josef Conrsth 8: Comp., Franz Krause 81 Comp., Glasfabril-mnten in Steinschönau,

 S. Reich, Glasfabrikant in Langenan bei Haida; von der gräii. Kinskyhschen

Spiegelglasfabrik in Burgstein; von den Herren: Meder ä Oomp., Fabrikant von Steinpappearbeiten

 in Biirgstein, Herrn. Adam, Glasfabrikant in Blottendorf bei Haida.

Von Industriellen des Bezirkes haben in der letzten Zeit noch Herr Clemens Rasch,

Glasfabrikenbesitzer in Ulrichsthal und Herr Franz Grasse, Erzeuger von Armbändern,

Brechen und Schmuckgegenstünden aus Glas in Wiesenthal die Bereitwilligkeit ausgedrückt,

sich an der Ausstellung zu betheiligen.

(Das Preisgericht des Kunstlndustrlevereins In Graz) hat am Schlusse

der Jahresausstellnng die vom Vereine bestimmten Preise für kunstindustrielle Leistungen

in folgender Weise zuerkannt: 1. Preis, 150 H. und silberne Medaille: dem Tischlenneister

Zugh für einen Schrank aus Birnbaum- und Ebenholz mit gravirtem Elfenbein eingelegt;

2. Preis, 100 tl. und silberne Medaille: dem Glasfahrikanten Herrn Eduard i-Ieider in

Hrastnigg für feine Glaswaaren; 3. Preis, 50 d. und silberne Medaille: dem Frl. Babette

Hiebler, Kunststickerin, fiir eine gestickte Casnla; 4. Preis, silberne Medaille: dem Herrn

Jacob Gschiel, Bildhauer, für ein Crucidx aus Buchshelz; 5. Preis, silberne Medaille:

dem Herrn Johann Hahn, Goldarbeiter, fiir einen Kelch von vergoldeten Silber und

Messing; 6. Preis, silberne Medaille: dem Herrn Schirmer jun., Glasmaler, für die Glasmalerei

 eines nach Adment bestimmten Fensters; 7. Preis, silberne biedaille: dem Fräulein

Friederike Lackner für ein gesticktes Damentasclientnch. Herr Leopold Bude, Photograph,

 erhielt für die zu Vereinszwecken angefertigten: Photographien eine belebende Anerkennung.

 Ausserdem widmete Herr Anton Hanser noch zwei Aecessite im Betrage

Vvu 4 und 3 Ducaten in Gold, von denen das erstere dem Preise Nr. 7 zugelegt, das
            
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