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sische Fa encen, s anische oder spanisch-maurische Thonfabrikate, altschwedisc
es Porzel an (Alt-Marrieherg) alt-schwedisches Glas und Glasmalerei
u. dgl. m. - Auch die Bibliothek des Museums verdankt dem
Herrn Ritter v. Friedland manche Vermehrung.
(Neu ausgestellte Gegenstände.) Am 20. October: Mittelalterliche und indische
Stickereien; liegende Ariadne, Gypsabguss, Original in Marmor im vaticnnischen Museum
zu Rom; Sophokles, Gewandstatue, Gypsabguss, Original ebendaselbst; alt-egyptische
Büsten (Pharao, Thutinosis, Chebron und Ramses der Grosse), Gypsabgiisse nach den
Originalen im Museum zu Turin; Hammer, Kelle und Schale in Silber, Ehrengeschenk
des Briinner Turnvereins iiir Ben-n Architekten A. Prokop, Entwurf vom Architekten
Herrn Segenschmidt, Silberarbeit von Herrn Raschke, Aetzung etc. von Herrn
Batsche.
Am 25. October: Medaillen von Wiener in Brüssel; eine Suite von Zeichnungen,
ausgeführt von den Herren Teirich, Feldscharek, Banko, Wielernans, Schönbrunner
und Mügele; neue Publicationen der Aruudel Society; Service von Silber
und vergoldet, aus dem 17. Jahrh.; ein Kissen mit Aquarell auf Seidenstod, cumponirt
und gemalt von Frau Th. Mnlnlan.
Arn 4. November: Ein Kelch von Silber und vergoldet, ausgeführt von Anton
Rasek; illustrirte Preiskataloge des Metallfabrikanten Fourment, Thiery für Goldschmiede
und Maw für Thondiese; endlich antike Candelaber, Gypsabgüsse aus der
Glyptothek in München.
Alu 10. November: Ein Oelgemälde, Madonna mit dem Kinds, nach Guido Reni,
Copie von Frl. Wehrle; Glasmalereien aus dem 15. Jahrhundert, aus dem Stifte Heiligenkreuz,
aufgenommen vom Architekten Theodor Unger; ein Oelgemälde, Jesus und
Johannes, alt-italienische Schule; eine Heliogravure von Baldus in Paris, nach einem seltenen
deutschen Schruttdruck, Geschenk des Baron Rothschild, durch Hofrath Ritter
v. Schwarz; eine Suite von Gypsabgüssen nach pompejnnischcn Bronzen (Henkel, Candelaber
etc.).
(Besuch des Museums.) Die Anstalt wurde im Monate Octoher vion 9242
Personen besucht.
(Kunstgewerboschule des öslerr. Museums.) Die Vorlesungen des Docenben
Herrn Teirich haben am 3. November, jene der Herren Dr. Bauer und Al, Hnuser
am I0. d. M. begonnen.
An dern für die Besichtigung der Schule festgesetzten Tage (3LOctober) haben viele
hervorragende Persönlichkeiten, darunter der Herr Landmarschall von Niederösterreich,
Baron Pratobevera, zahlreiche Mitglieder der Handelskammer und des Lehrstaudes sich in
den Localiüiten der Kunstgewerbeschule eingefunden und dieselbe mit Interesse besichtigt.
Die Zahl der Zöglinge, welche sich bisher zur Aufnahme in die Kunstgewerbeschule
gemeldet haben, beträgt 4G; darunter belinden sich auch einige Frauen. Die Statuten
dieser Schule schliesseu nämlich, den bestehenden Bedürfnissen Rechnung tragend, die
Frauen weder vorn Besuche der Vorbereituugsclasse, noch der Fachschule aus, wenn sie
die gehörige Vorbildung nachweisen.
(Vorlesungen im Museum.) Donnerstag den 5. November begannen die Vorträge
des Directors v. Eitelberger; es kamen dabei die Pläne des Neubaues des Museums
zur Ausstellung. Seither Endet eine noch fortdauernde Ausstellung von Zeichnungen
und Plänen des verstorbenen Architekten Eduard Van der Niill statt, über dessen Stellung
im Wiener Kunstleben die zweite Vorlesung (am 12. Novbr.) handelte.
(Aus den Verhandlungen des n. ö. Gewerheverelnes), Wochenversammlung
vom S. November. ,Herr Fiirstedler sprach über Errichtung der neuen Kunstgewerbcschule
des österr. Museums. Er erinnerte, dass sich wie ein rother Faden durch alle
Sendlingsberichte die Bemerkung ziehe, wie Frankreich auf diesem Gebiete den Vorrang
habe, weil dort seit langer Zeit die so wünschenswerthe Vermählung zwischen Kunst und
Industrie stattgefunden habe. Auch England habe dies erkannt und arbeite seit 1862
energisch. um dem Mangel an kuustgewerblicher Bildung abzuhelfen. Bemerkt müsse
jedoch werden, dass Frankreich, um Zierliches und Angenehmes herzustellen, den Styl
vernachlässige. Edlere Kunstformen und auch kunstgescbichtliche Vergangenheit besitze
Deutschland, an das man sich nun anlehnen möge, nachdem durch kaiserliche Muniücenz
die Kunstgewerbeschule geworden, um deren Entstehung auch der Director des Museums
sich bedeutendes Verdienst erworben habe. Leider sei die Autforderung des Handelsministeriurns
an die Handelskammern anlässlich der Verbreitung des Programms der Kunstgewerbeschule
bis jetzt nicht von den gewünschten Resultaten begleitet. Das Programm