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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IV (1869 / 45)


Wieviel Quadratschub (Wiener Muss) der Gegenstand erfordert und ob Wsnd-, Tischoder

 Bodendäche benöthigt wird?

Endlich nb der Aussteller sein Object in einem eigenen Schranke auszustellen gesonnen

 ist? Der Schrank ist in dem Falle vom Aussteller selbst und auf eigene Kosten

beizuslelleu.

Von der Erklärung wird dem Anmeldenden eine Abschrift zugeschickt, gegen deren

Verweisung allein der Gegenstand am Schlusse der Ausstellung wieder nusgefolgt wird.

Das Ausstellungs-Comite ist berechtigt, ihm nicht zulässig erscheinenden Gegenständen

 ohne Angabe der Gründe die Zulassung zur Ausstellung zu versagen.

Die nuszustellenden Gegenstände sind sn den mähr. Gewerbeverein zu richten und

sind bis längstens 15. September loco Briinn zu stellen.

Vor Schluss der Ausstellung dsrf kein Gegenstand zurückgezogen werden.

Fiir den im Ausstellungslocale erforderlichen Raum, für Versicherung und Ueberwachung

 der Ohjecte wird eine Gebühr nicht berechnet.

Dagegen hat die Transportkosten liin und zurück der Aussteller zu tragen, und

nur in besonders beriicksichtigungswürdigen Fällen werden dieselben, wenn die Aussteller

des Ansuchen hisrum schon in der Anmeldung gestellt haben, ganz oder theilweise vom

Gewerbsvereine übernommen.

Der Gewerbeverein wird sich an die Directionen der durch Mähren führenden

Bahnen mit dem Ersuchen wenden, den zur und von der Ausstellung kommenden, durch

Aufschrift "An den mlihr. Gewerbeverein, Ausstellungsgut" am obern Kistendeckel gekennzeichneten

 Objecten Frachtsnermässigungen zuzugestelien.

Die Ausstellung findet im königl. städtischen Reduutensaale statt.

Die Auspackung und Aufstellung der Gegenstände bescrgt das Ausstellungscomitä;

nach getroßenem Uebereinkommsn mit diesem steht es aber jedem Aussteller frei, beides

auf seine Kosten besorgen zu lassen. Ueber den Aufstellnngsruum entscheidet lediglich

das Ausstellungscomite.

Dem Aussteller steht es frei, sein Object unter der Bedingung seiner, erst am

Schlusse der Ausstellung erfolgenden Entnahme, zu verkaufen. Ueber seinen Wunsch

übernimmt das Ausstellungscomite die Vermittlung.

Das Abzeiehnen und Photngraphiren ausgestellter Objecte ist nur gegen Nachweis

der Zustimmung des Ausstellers gestattet.

Die Ausstellung wird am 26. September erößnet. Der Tag der Schliessung wird

durch die Lsndesblätter bekannt gegeben.

Eine Preisvertbeilung findet nicht statt. Dsgegen wird der mährische

Gewerheverein durch ihre Schönheit und Preiswiirdigkeit hervorragende Objecte zu einer

Verlosung ankaufen.

Der Plan des beierischen Gewerbe-Museums in Nürnberg.

Es ist gewiss mit grosser Freude zu begrüssen, dass nach dem Vorgange von England,

 Oesterreich, Preussen und anderen Staaten men nun auch in Baiern die ersten Schritte

zur Begründung eines Gewerbe-Museums in Nürnberg gethau hat. Nürnberg, welches

wegen seiner im fünfzehnten und sechszehnten Jahrhundert in hoher Blüthe stehenden,

damals die ganze gebildete Welt beherrschenden Kunstgewerbe noch immer in bestem Ansehen

 steht. welches euch jetzt eine blühende Industrie und mehrere Anstalten besitzt,

welche des Gewerbe-Museum in treftlicher Weise ergänzen würden, auch am Knotenpunkt

vieler Eisenbahnen liegt, ist ohne Zweifel der geeignetste Ort für diese projectirte Anstalt.

Die hochherzigen, grossartigen Schenkungen der Beichsrätbe v. Cramer-Klett und v. Faber

mit je 50.000 11., dazu die Stadt Nürnberg bereits 150.000 11. und der Lendrath von Mittelfranken

 einen ansehnlichen Zuschuss gewährt haben, lassen hoffen. dass das erwünschte

Unternehmen nun bald zu Stande kommen wird. Das provisorische Comite hst _ am

31. März einen gedruckten, mit gressem Fleiss und Sorgfalt ausgearbeiteten "Entwurf

eines Planes und der Statuten für das k. bairische Gewerbe-Museum in Nürnberg" mit der

Aufforderung vertheilt, dieses Programm einer Prüfung zu unterziehen und etwaige Vorschläge

 dem Comite vorzulegen. Eine möglichst vielseitige Besprechung dieses Programmes

scheint im Interesse der Sache geboten. Mit Rücksicht auf diese Bitte nun spricht "ein der

Suche ferne Stehender, aber für das Entstehen und gedeihliche Wirken eines Gewerbee

Museums lebhaß sich lnteressirender" im „Correspondenten von und für Deutschland" sich

folgendermaßen über das aufgestellte Programm aus.

S0 vortrefflich und wohl durchdacht der ganze Plan ist, so scheint derselbe doch

darin zu fehlen, dass er, namentlich für den Anfang, viel zn gress angelegt ist, so gross,
            
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